30.07.2018

Pommes werden teurer

Die Hitzewelle in Deutschland fordert erste Opfer: Es drohen empfindliche Ernteausfälle an Kartoffeln vor allem in Norddeutschland. Die Knollen werden kleiner und teurer.

Bei zu großer Hitze über einen längeren Zeitraum gerät die Kartoffelpflanze unter Stress. Dadurch stellt sie das Wachstum ein. Dadurch bleiben die Knollen klein. Zur Pommes-Produktion werden aber große Früchte gebraucht mit mindestens acht Zentimeter Länge. Diese seien in zahlreichen Böden aber jetzt schon kaum oder gar nicht vorhanden.

Wegen der schlechten Kartoffelernte könnten Pommes teurer werden. Die kartoffelverarbeitende Industrie warnt vor Qualitätsproblemen und drohenden Engpässen. Mit der Trockenheit spitze sich die Lage „dramatisch“ zu, heißt es etwa in einer Aussendung des deutschen Bundesverbandes der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK). Schon jetzt werde mit Ernteausfällen bei Kartoffeln von bis zu 40 Prozent gerechnet.

Schon jetzt lägen die Kartoffelpreise deutlich über dem Vorjahresniveau, so Branchenkenner. Auch an der Warenterminbörse hätten die Kartoffelpreise einen seit Jahren nicht mehr erreichten Höchststand erreicht. Viele Landwirte hoffen, wenigstens einen Teil der drohenden Einbußen über Preissteigerungen wieder wettzumachen.

Newsletter bestellen

Mediadaten