19.11.2018

Probleme für Kitzbühel wegen frühem Saisonstart

Die Bergbahnen Kitzbühel haben heuer im Herbst für Aufsehen gesorgt, weil sie auf der Resterhöhe bereits am 13. Oktober und bei Temperaturen von mehr als 20 Grad zwei Pisten in Betrieb nahmen. Für das dazu verwendete Schneedepot fehlte die Bewilligung, berichten die Salzburger Nachrichten (SN).


Das Salzburger Naturschutzgesetz schreibt eine Bewilligung für mehr als 1.000 Quadratmeter große Lagerplätze bzw. Schneedepots "in der freien Landschaft" vor, schreibt die SN in ihrer Onlineausgabe. Die zuständige Bezirkshauptmannschaft Zell am See geht davon aus, dass diese Regelung auch für den zusammengeschobenen Altschnee und die verwendete Isolierung gilt und wird darum ein Verwaltungsstrafverfahren einleiten. Laut dem Pinzgauer Bezirkshauptmann Bernhard Gratz war die Deponiefläche rund 4.000 Quadratmeter groß. 

Den Bergbahnen Kitzbühel drohe eine Strafe von bis zu 14.600 Euro. Zudem hält Gratz fest, dass das Verschulden gering sei. In Zukunft werde es aber eine Bewilligung für das Schneedepot brauchen. Josef Burger, Vorstand der Bergbahn Kitzbühel, sagte zur Zeitung, das anstehende Verfahren entziehe sich vollkommen seiner Kenntnis. Er verwies auf mehr als 66.000 Liftfahrten binnen eines Monats. Für die Schneedepots in vergangenen Jahren muss das Unternehmen übrigens keine Konsequenzen fürchten: Denn ein Strafverfahren müsse laut BH binnen sechs Monaten eingeleitet werden.

 

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