19.08.2021

Radfahrer sollen länger an der Donau verweilen

Durch die Aufnahme des Donau-Limes in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes versprechen sich Oberösterreich und Niederösterreich bessere touristische Möglichkeiten.

Von der Aufnahme in die Liste des Weltkulturerbes versprechen sich die Tourismuslandesräte Markus Achleitner (Oö.) und Jochen Danninger (Nö) viel. „Für den Donautourismus ergeben sich dadurch große Chancen, neue Zielgruppen anzusprechen, internationale Märkte zu erreichen und den Bekanntheitsgrad der gesamten Donauregion weiter zu erhöhen“, so Landesrat Achleitner und auch Landesrat Danninger zeigte sich überzeugt, „dass dieser UNESCO-Status den Tourismus entlang der Donau weiter beleben und vermehrt internationale Gäste in die Region bringen wird.“

Der größte touristische Impuls geht aber nach wie vor vom Radtourismus entlang der Donau aus. Vor mehr als 30 Jahren wurde der Donauradweg ins Leben gerufen. Seither hat das Interesse am Radtourismus stetig zugenommen. Im Vorjahr waren 789.807 Radfahrer am Donauradweg unterwegs. Dies ergibt ein Plus gegenüber dem Vorjahr von

6,1 Prozent. Daher starten mit „Donauradweg re.loaded“ in Oberösterreich und „Donauradweg 3.0“ in Niederösterreich zwei Projekte, die die Attraktivität von Österreichs begehrtesten Radweg deutlich steigern soll.

Den Genuss-E-Bike-Fahrer im Blick

Bislang lag der Fokus auf der Entwicklung von Produkten, die sich entlang der Donau entfalten. Also klassische Radangebote, bei denen Urlauber meist nie länger als eine Nacht in einer Unterkunft blieben. Künftig sollen ergänzend dazu Maßnahmen ergriffen werden, die zu einer längeren Aufenthaltsdauer in der Region führen. Deshalb wurde das Projekt Donauradweg.reloaded initiiert, das mit Mitteln des Landes Oberösterreich gefördert wird. (600.000 Euro Gesamtkosten, 50 % Land OÖ). In den kommenden Monaten entstehen 15 neue Radrundrouten, die ausgehend vom Donauradweg in das Umland der Region führen. Damit können auch neue Zielgruppen angesprochen werden. Die neuen fordernden Routen sind ein zusätzlicher Anreiz für Radfahrer, die den Donauradweg bereits kennen. Durch den Trend zum E-Bike wird der Donauraum auch für weniger Sportliche gut bewältigbar.

Ziel ist es, durch neue Radrundrouten das Angebot in der Region attraktiver zu machen und für eine längere Aufenthaltsdauer in den Betrieben zu sorgen. „Der Gast soll mehr aus seinem Radurlaub mitnehmen. Denn auch Kultur, Kulinarik und andere thematische Erlebnisräume lassen sich ideal mit dem Radfahren kombinieren. Die Gastgeber wiederum können damit mehr Wertschöpfung generieren“, freut sich Landesrat Achleitner über die win-win-Situation. Die Rundrouten sollen im Frühjahr 2022 eröffnet werden.

Bessere Trasse und „smarte“ Rastplätze

Auch auf niederösterreichischer Seite wird der Donauradweg laut dem niederösterreichischen Tourismuslanderat Jochen Danninger in den nächsten drei Jahren erheblich aufgewertet. Bereits in den letzten fünf Jahren wurden 3,3 Millionen Euro in diesen Radweg investiert, vor allem in die Trassenqualität. Jetzt stehen Inszenierung, Rastplätze, Abstellanlagen, Beschilderung und das Angebot entlang der Strecke im Mittelpunkt des neuen Projektes „Donauradweg 3.0“. Hierbei soll der Radweg in Etappen gegliedert werden, damit für die Radler klarer ersichtlich ist, in welcher Region sie sich gerade befinden und welche touristischen Schwerpunkte es hier auch abseits der Route zu entdecken gibt. Darüber hinaus sollen auf der gesamten Strecke „Smarte Rastplätze“ angelegt werden. Hier soll es Infopoints, WLAN-Hotspots und digitale Ankündigung von Veranstaltungen in den Orten entlang der Strecke geben. Und die Dienstleistungskette wird ausgebaut, vor allem was das Thema Radservices, Verleih, Reparatur, Aufbewahrung entlang der Strecke angeht. Dieses Projekt soll in drei Jahren abgeschlossen sein. Alleine in die neuen Rastplätze und die Beschilderungsoptimierung werde man rund eine halbe Million Euro investieren.

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