29.04.2022

Radtourismus als Impulsgeber

Mit der neuen Rad-Tourismusstrategie 2025 will Niederösterreich kräftige Impulse für die Zukunft setzen und sich als DAS Radland im Herzen Europas positionieren.

Niederösterreich verfügt über ein vielfältiges Radwegenetz, allen voran  die zehn Top-Radrouten mit 1.500 km. Die wirtschaftliche Bedeutung des Radtourismus für Niederösterreich ist beeindruckend: Umsätze von rund 252 Mio. Euro hängen mit dem Radtourismus in unserem Bundesland zusammen. In Schnitt gibt ein Radler, der in Niederösterreich nächtigt, 94 Euro pro Tag aus. „Wir wollen so den Einkehr- und Nächtigungsanteil unserer Radgäste weiter steigern und die Wertschöpfung weiter erhöhen. Mit maßgeschneiderten Rad-Angeboten mit Nächtigung wird uns dies gelingen“, so Tourismuslandesrat Jochen Danninger bei der Präsentation der Strategie.

Um das Radwegenetz zu optimieren hat die Wirtschaftsagentur ecoplus in den vergangenen fünf Jahren rund 32 Millionen Euro in touristisch genutzte Radwege investiert. So wurden zum Beispiel mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 17 Millionen Euro ehemalige Bahntrassen in Radwege umgewandelt – der Ybbstalradweg und die Thayarunde zählen heute zu den beliebtesten Radrouten im Land. Weiters wurden Optimierungsmaßnahmen entlang des Traisentalradwegs, der Kamp-Thaya-March Radroute und des Donauradwegs gesetzt. 

Für die nächsten fünf Jahre sind Investitionen von rund 13 Mio. Euro für den Ausbau des Radnetzes veranschlagt. Projekte, die heuer noch geplant sind, sind die Attraktivierung des Donauradwegs oder der vordere Ybbstal-Radweg, der von Waidhofen an der Ybbs bis nach Ybbs qualitativ verbessert werden soll. Geplant sind weiters in den kommenden Jahren Optimierungen des Kamp-Thaya-March Radweges, des Triestingauradwegs, der Thayarunde und des Triestingtal-Gölsental Radweges.

Die 5 Handlungsfelder der Rad-Tourismusstrategie 2025

1.    Infrastruktur und Erlebnisqualität
Primäres Ziel ist es, dass Niederösterreich DAS Radland im Herzen Europas wird. Dafür wird in den nächsten Jahren weiterhin gezielt in die Infrastruktur und das Qualitätsmanagement investiert – sowohl was die bauliche Qualität betrifft als auch die Wegweisung. Zusätzlich zu den bereits bestehenden TOP-Radrouten werden auch die Ausflugsradrouten nach neuen Qualitätskriterien geprüft und aufwertet. Insbesondere für Familien mit Kindern soll das Angebot gestärkt und neu positioniert werden. Neben der Optimierung der Wege steht auch die Inszenierung entlang der Strecken mit den Themen „Genuss und Inspiration“ im Vordergrund. 

2.    Radkompetente Gastgeberinnen/Gastgeber und Destinationen
Zum Radfahren gehört mehr als die ideale Strecke. Niederösterreich verfügt über 320 radfreundliche Tourismusbetriebe, die einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leisten. Und obwohl das Angebot bereits sehr vielfältig ist, wird es weiter ausgebaut. Gemeinsam mit den Gastgeberinnen und Gastgebern werden maßgeschneiderte Rad-Angebote und Produkte mit Nächtigungen entwickelt, um Niederösterreich in Zukunft noch attraktiver für mehrtägige Urlaube auf zwei Rädern zu machen.

3.    Komplementäre Dienstleistungen
Verleih- und Reparaturstationen und Rad-Guides sind wichtige Partner vor Ort, die wesentlich dazu beitragen, die Gästezufriedenheit zu steigern. Das Angebot der radtouristischen Servicepartner soll künftig noch besser gebündelt, übersichtlich aufbereitet und analog sowie digital zur Verfügung gestellt werden. 

4.    Kommunikation und Marktkooperationen
Die besten Bedingungen sind nur so gut, wie sie weitererzählt werden. Die Niederösterreich Werbung setzt gemeinsam mit der Österreich Werbung und den Tourismusdestinationen Rad-Schwerpunkte in der Marktkommunikation – sowohl im Printbereich, aber vor allem auch Online. Umfangreiche Maßnahmen in den Nahmärkten Deutschland, Tschechien, Slowakei und Holland sind geplant. Die Stärken und Besonderheiten des Radlandes Niederösterreich werden hierbei hervorgehoben. 

5.    Netzwerkpartner
Niederösterreich treibt das strategische Rad-Netzwerk voran. Nicht nur im eigenen Bundesland, sondern weit über die Grenzen hinaus. National. Aber auch international. Das ist immens wichtig, denn nur so kann Niederösterreich seine ganze Kraft entfalten und sein Potential voll ausschöpfen. Der grenzüberschreitende Austausch und Vergleich steigert den Innovationsgeist und bringt Lerneffekte mit sich.

Fahrradfreundliche Betriebe

Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung: „Wir haben in den Destinationen seit letztem Jahr 45 mehrtägige Radpackages mit radfreundlichen Beherbergungsbetrieben geschaffen. Darauf werden wir unser Hauptaugenmerk in der Kommunikation legen und weitere Anknüpfungspunkte zu Ausflugszielen entlang der Strecken schaffen.“

Mit einer hohen Angebots- und Servicequalität sorgen mehr als 320 radfreundliche Tourismusbetriebe in Niederösterreich für einen unbeschwerten Urlaub. Die 130 „bett+bike“ zertifizierten Unterkünfte bieten beispielsweise einen versperrbaren Rad-Parkplatz, Radkarten oder Fahrrad-Reparatur-Sets an. Auch ein Gepäck-Transfer zum nächsten Etappenziel wird gerne organisiert. Und selbstverständlich sind Radfahrer:innen auch nur für eine Nacht willkommen. 

www.niederoesterreich.at/rad

(Red)

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