18.01.2021

Rasche und unkomplizierte Unterstützung notwendig

Die Verlängerung des Lockdowns ist ein harter Schlag. Für das unmittelbare Überleben der Tourismusbranchen braucht es nicht nur die richtigen Unterstützungsmaßnahmen, sondern auch klare Regeln, wann und wie wieder geöffnet werden kann, betonen die Branchenvertreter aus Hotellerie, Gastronomie sowie Tourismus und Freizeitwirtschaft.

Gastronomie und Hotellerie waren die ersten Branchen, die bei jedem Lockdown zugesperrt wurden und nun als letzte wieder aufgesperren werden. Die vielen Monate an Schließungstagen nagen nicht nur am Eigenkapital, sondern auch am Optimismus für die Zukunft.

Robert Seeber, Obmann der WKÖ-Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, betont, dass man sich „mit vollem Nachdruck dafür eingesetzt“ habe, ab dem 25. Jänner wieder öffnen zu dürfen. „Weil wir für unsere Gäste da sein wollen und nicht am Tropf der Subventionen hängen wollen.“ Dennoch gibt es Verständnis für die Entscheidung, weil alle namhaften Experten von einem zu frühen Aufsperren eindringlich gewarnt haben. 

Hilfen müssen unkompliziert fließen

In einigen wichtigen Teilen der Branche - Stadthotellerie und -gastronomie, Hotels und Gasthäuser in den Skiregionen - fehlen seit Beginn der Corona-Pandemie die ausländischen Gäste, die maßgeblich für eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Öffnungsperspektive sind. „Durch die Verlängerung des Lockdowns fehlt diese Perspektive nun der gesamten Branche, eine neuerliche Unterstützung ist daher dringend notwendig“, so WKÖ-Gastro-Fachgruppenobmann Mario Pulker.

„Die Wintersaison ist für uns nun praktisch gelaufen, weitere Zuschüsse werden über das Überleben der Betriebe entscheiden“, bekräftigt auch Susanne Kraus-Winkler, oberste Branchenvertreterin für die Hotellerie. Seeber ergänzt: „Wir brauchen jedenfalls weitere nicht-rückzahlbare Zuschüsse wie den Ausfallsbonus, die im bald siebten Lockdown-Monat rasch und unkompliziert an die Betriebe fließen müssen."

Planbarkeit schaffen

Zudem brauche die Branche spätestens Mitte Februar die Information, ob man ab März und vor allem auch unter welchen Bedingungen man wieder aufsperren kann. Die Ankündigung des verlängerten Lockdowns erfolgte diesmal wieder nur eine Woche vor der geplanten Öffnung, kritisieren die Branchenvertreter. Gastronomen und Hoteliers waren also schon lange mitten in den Öffnungsvorbereitungen mit Lieferanten, Mitarbeitern und vor allem Gästen.

„Wir haben Hygiene- und Präventionsmaßnahmen umgesetzt und für ein gesichertes Offenhalten der Betriebe auch aktiv das Thema Gästetestungen in der Hotellerie betrieben. Leider warten wir hier noch auf konkrete Gespräche mit dem Gesundheitsministerium“, so Kraus-Winkler.

Im Bereich der Freizeit-, Sport-, Vergnügungs- und Kulturbetriebe soll ein früheres schrittweises Öffnen unter Auflagen möglich sein.

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