20.05.2019

Red Bull: Vom Trend-Drink zur Gewinnmaschine

Wenn Red Bull-Gründer Dietrich Mateschitz dieser Tage seinen 75. Geburtstag feiert, ist es auch Zeit, Österreichs erfolgreichste Marke zu würdigen.

Der Erfolgslauf des Energydrink-Herstellers Red Bull hat Dietrich Mateschitz innerhalb von 30 Jahren zum mit Abstand reichsten Österreicher gemacht. Sein Vermögen wird auf bis zu 17 Mrd. Euro geschätzt. Vom Unternehmenssitz im beschaulichen Fuschl am See in Salzburg aus hat er mit Red Bull die Getränkewelt umgekrempelt.

1987 machte Mateschitz, der die operativen Geschäfte führt, mit Red Bull in Schilling-Zeiten umgerechnet nur knapp eine Million Euro Umsatz, im Jahr 2018 verkaufte das Unternehmen mit 12.239 Mitarbeitern in 171 Ländern 6,8 Milliarden Dosen und erzielte einen Umsatz von 5,5 Mrd. Euro. Das starke Erlöswachstum hat sich in den vergangenen Jahren etwas abgeflacht, aber die hohen Gewinne sprudeln nach wie vor. Der Nettogewinn der Salzburger Red Bull GmbH stieg 2017 – aktuellere Zahlen gibt es nicht – um knapp vier Prozent auf 545 Mio. Euro.

Gewinne der großen Auslandstöchter – etwa Großbritannien – sind dabei noch gar nicht eingerechnet. Laut dem European Brand Institute war der Energydrink-Hersteller im Jahr 2018 mit 15,4 Mrd. Euro die drittwertvollste Getränkemarke der Welt hinter Coca-Cola (61,2 Mrd. Euro) und Pepsi (43,8 Mrd. Euro). Im Jahresabschluss ist die Marke Red Bull nur mit einigen Millionen Euro bilanziert. Damit verfügt Red Bull mit dieser Art der Bilanzierung über eine „stille Reserve“ in Milliardenhöhe.

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