21.05.2020

Regierung will Tourismus-Mitarbeiter auf CoV testen

Um Österreich als besonders sicheres Reiseland zu präsentieren, sollen Tourismus-Mitarbeiter flächendeckend auf das Virus getestet werden.

Die Sommersaison steht vor der Tür, und die von der Coronavirus-Krise besonders hart getroffenen Tourismusbetriebe bangen ums Überleben. Deshalb sollen Tourismus-Mitarbeiter flächendeckend aufs Virus getestet werden – so viele so oft wie möglich, bis zu 65.000 Tests pro Woche ab Anfang Juli.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sprach heute, Donnerstag (21. Mai), von einem „herausragenden Konzept“, das garantieren solle, dass sich Gäste wohl und sicher fühlen. „Mit dem vielen Testen der Mitarbeiter soll verhindert werden, dass sie im Fall einer Ansteckung das Virus weiterverbreiten.“ Man könne in Österreich so sicher urlauben wie kaum in einem anderen Land.

Kosten trägt die öffentliche Hand

Die Kosten für die Tests trägt die öffentliche Hand, durchgeführt werden sie von einem privaten Konsortium, das sich derzeit laut Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer (ÖVP) gerade bildet. Angeboten werden die Tests über die Tourismusregionen. „Das ist sicherlich eines der besten Investments für die Standortsicherheit“, so Mahrer. Zuerst werden Mitarbeiter getestet, die direkt mit dem Gast zu tun haben, also etwa Kellner und Kellnerinnen. Wenn die Kapazitäten gesteigert sind, kommen auch Köche und Co. zum Test.

Wenn ein Mitarbeiter positiv getestet wird, kommt dieser in Quarantäne. Die Häuser sollen weiter betrieben werden, so Mahrer, der auch ein „eigenes Paket zur Prävention, damit es gar nicht zu Ansteckungen kommt“, ankündigte. Die Tests sollen ein Alleinstellungsmerkmal für Österreich sein. Nur in ganz wenigen anderen Ländern werde man im Urlaub sagen können, dass die Mitarbeiter, mit denen man zu tun hat, regelmäßig getestet werden, sagte Kurz. Der Aufwand sei das wert.

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