30.01.2021

"Reisebedürfnisse verändern sich"

Tourismusprofi Thierry Hegenbart von Aldiana im Interview über die An- und Herausforderungen sowie Chancen der Clubhotellerie.

Seit Anfang Jänner verantwortet der gebürtige Kärntner Thierry Hegenbart beim Premium-Clubveranstalter Aldiana den Bereich Operations und übernimmt damit die von Geschäftsführerin Stefanie Brandes interimsmäßig geleitete Position. Hegenbart ist Tourismusprofi und hat die Internationalität im wahrsten Sinne des Wortes im Blut: Seine Mutter kommt aus Paris, er wuchs zweisprachig auf, sein Frau kommt aus Marokko, die gemeinsame Tochter wurde in Deutschland geboren und der Sohn kam auf Mallorca zur Welt.

Was waren die Beweggründe eines Wechsels von der Businesshotellerie, den AMEDIA Hotels mit Verantwortung für 18 Hotels in die Clubhotellerie, zu Aldiana, mit aktuell neun Resorts und damit in eine gänzlich andere Hotelwelt zu wechseln?
Thierry Hegenbart: Back to the roots, würde ich sagen. Als ich 1994 in Österreich in einem Clubhotel als Barkellner angefangen habe, war das eigentlich nur als kurzer Ausflug geplant. Dass daraus mehr als 20 Jahre werden, die ich in der Branche verbrachte und die mich über den halben Globus führten, hätte ich mir damals nicht träumen lassen. Die Businesshotellerie war ein bewusster Ausreißer, um auch diesen Teil der Hotellerie zu erleben und kennenzulernen. Die Entscheidung zu Aldiana zu wechseln, führt mich wieder zu meiner wirklichen Leidenschaft, der Clubhotellerie, zurück

Wie gut kennen Sie Aldiana und die Clubs?
Durch meine langjährige Erfahrung in der Clubhotellerie ist mir das Konzept von Aldiana sehr gut bekannt. Mit einigen Kollegen habe ich bereits früher zusammengearbeitet und mit meiner Familie durfte ich auch schon ein paar Clubanlagen von Aldiana im Urlaub genießen.

Sie sind touristisch erfahren (Thomas Cook) und bringen vor allem eine langjährige ­Cluberfahrung – auch im Echtbetrieb als GM einiger ROBINSON Clubs – mit. Was darf man also vom neuen Aldiana Director Operations an Innovationen und Veränderungen erwarten? 
Die Zeit steht nicht still, Konzepte entwickeln sich weiter und die Bedürfnisse der Reisenden verändern sich auch. Deshalb werden wir bei Aldiana gemeinsam an neuen Ideen und Visionen arbeiten und sie vorantreiben. Clubhotellerie wird auch zukünftig am Markt eine sehr große Rolle spielen.

Aktuell steht die ganze Welt reisetechnisch still – was bedeutet dies für Aldiana für die bevorstehende Sommersaison und werden die österreichischen Clubs – wie bereits nach dem ersten Lockdown – wieder als Erste öffnen können? 
Es ist keine einfache Zeit für uns alle. Noch hat uns die Pandemie fest im Griff, aber wir hoffen natürlich, dass es ab Ostern oder spätestens zu Pfingsten wieder die Möglichkeit geben wird, Urlaub in einem Aldiana Club verbringen zu können. Wir haben ein sehr gutes und über alle Abteilungen ausgelegtes Hygienekonzept erstellt. Unsere Clubs in Österreich sind für die Eröffnung bereit, aber dafür brauchen wir natürlich das Go der ­österreichischen Regierung.

Haben Cluburlaube als in sich geschlossene Urlaubsform in Coronazeiten einen Vorteil und welche Erwartungen und Hoffnungen haben Sie für das Jahr 2021? 
Auf jeden Fall! Durch unsere vielfältigen Sport- und Freizeitangebote verbringen unsere Gäste die meiste Zeit in der Clubanlage. In Kombination mit unserem umfangreichen Hygienekonzept reduzieren wir das Risiko einer Infektion erheblich. Wir hoffen natürlich 2021 schnellstens wieder zur Normalität zurückkehren zu können.     

Danke für das Gespräch.


Der deutsche Reiseveranstalter und Hotelbetreiber Aldiana mit Unternehmenssitz in Frankfurt betreibt  neun Clubanlagen in Europa und Nordafrika, mit den Clubs Ampflwang und Salzkammergut auch zwei in Österreich. Geschäftsführerin ist Stefanie Brandes. 

(Autorin: Brigitte Charwat)

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