04.08.2017

Renditebringer: Die Tomate als Investitionsobjekt

Der bayrischen Agrarhändler BayWa, der auch Hälfteeigentümer der österreichischen Lagerhäuser ist, will groß in den Tomatenanbau einsteigen.

 

Europas größter Agrarhändler BayWa will den Tomatenanbau zur gewinnbringenden Alternative für Anleger in der Nullzinsphase machen. „Wir können uns vorstellen, dass wir in dieses Geschäft großflächig einsteigen werden“, sagte Klaus Josef Lutz, der Vorstandschef des Münchner Mischkonzerns. „Das könnte sich als hochinteressant für Investoren erweisen.“ Die BayWa, in Österreich zur Hälfte an der Lagerhaus-Gruppe Raiffeisen Ware Austria (RWA) beteiligt, baut derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem örtlichen Partner Al Dahra ein Klimagewächshaus für die Produktion von bis zu 5000 Tonnen Tomaten im Jahr.

„Wenn sich das erfolgreich erweist, könnten wir das ausbauen und solche Projekte auch allein angehen“, sagte Lutz. Die BayWa – ursprünglich eine süddeutsche Agrarhandels-Genossenschaft – hat sich in den vergangenen Jahren in einen global aktiven Mischkonzern verwandelt. Um die chronischen Preisschwankungen im Agrarhandel abzufedern, hat der Konzern unter anderem das Geschäft mit erneuerbaren Energien und Baustoffen stark ausgebaut. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um knapp 8 Prozent auf 8 Mrd. Euro, der Nettogewinn verdoppelte sich nahezu von 14,7 auf 27,4 Mio. Euro.

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