14.01.2020

Resümee nach 25 Wanderjahren

Der Verein Wanderhotels stellt sich zum 25-jährigen Jubiläum maßgebliche Fragen: Wie sich das Wandern wandelt und warum es an der Zeit ist neue Wege zu beschreiten.

Die Gesellschaft befindet sich im Wandel: „Wir sind aktiv bis ins hohe Alter. Wir horten uns in Städten zusammen. Wir leben digital und individuell. In einem Vierteljahrhundert hat sich viel getan. Während es vor ein paar Jahren noch schneller, höher, weiter hieß, geht jetzt der Trend zu achtsam, natürlich und nachhaltig.“ So lautet die Erkenntnis vom Mitgründer und Geschäftsführer der Wanderhotels, und diese Erkenntnis gilt auch beim Wandern. Eckart Mandler präsentiert zum 25. Jubiläum des Vereins ein neues Kommunikationskonzept mit einem zeitgemäßen, sinnstiftenden Claim. 

Von „Berglust pur“ zu „Zeit für neue Wege“

Der Markenkern der Wanderhotels ist stark. Wir brauchen uns nicht neu zu erfinden. Aber wir entwickeln uns weiter. „Berglust pur“ spiegelte den Nerv der Wanderer in den frühen 2000er Jahren wider. Er zielte auf die Aktivitäten im Gebirge ab. In den vergangenen Jahren hat sich jedoch viel getan. Entschleunigung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind wichtiger geworden. Auch bei den Gästen steht nicht mehr der Leistungsgedanke im Vordergrund. Vielmehr ist das Wandern ein Kontrast zur Highspeed-Gesellschaft und permanenten Reizüberflutung geworden. Um sich wieder auf sich selbst zu besinnen, ist Wandern vielleicht das wirkungsvollste Medikament des 21. Jahrhunderts. Die Wanderhotels begleiten dabei, zeigen die Schätze ihrer Heimat und teilen die Faszination für die Berge. Der emotionale Claim „Zeit für neue Wege“ mit entsprechendem Kommunikationskonzept und neuer Bildsprache soll inspirieren, Sinn stiften und
Gleichgesinnte ansprechen. 

Warum sich ändern?

Das Wandern hat sich zu einer Ganzjahresaktivität entwickelt. „Es geht beim Wandern heute vielmehr um Entschleunigung, den Kopf wieder freizubekommen sowie bewusste Bewegung in der Natur. Unser Claim „Zeit für neue Wege“ bedeutet, ein anderes Zeitmaß anzulegen, seinen Rhythmus wieder zu finden und sich zu besinnen“, weiß auch Stefan Fauster, Gründungsmitglied und Vorsitzender der Wanderhotels. Das gelingt an Orten, wo man sich mit Gleichgesinnten trifft und die Landschaften erhabener sind als die technischen Errungenschaften der modernen Welt. Die Wanderhotels sind solche Orte, wo neue Wege zum Leben geöffnet werden. 

Wer ist der Wanderer?

Aus Studien der Österreich Werbung geht hervor, dass 31 Prozent der Deutschen sind während ihres Urlaubes in den vergangenen drei Jahren sehr häufig oder häufig gewandert. Aber nur wenige bezeichnen das konkret als Wanderreise. Intensiv-Wanderer sind täglich mehr als vier Stunden unterwegs. Die Gruppe der Gelegenheitswanderer und Familien hingegen hat es lieber gemächlicher. Insgesamt fällt auf, dass viele Urlauber es nicht mehr gewohnt sind, weit zu wandern. Laut einer Studie der Universität Stanford gehen die Österreicher im Schnitt 5.351 Schritte täglich. Ähnlich sieht es in den umliegenden europäischen Ländern aus. Umgerechnet sind das etwas mehr als vier Kilometer am Tag. Auch darauf müssen sich die Wanderhotels einstellen. Mit ein Grund, warum der Begriff „Wege“ im neuen Claim jetzt als Synonym für das Wandern steht.

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