12.03.2021

Rettendes Ufer noch weit entfernt

Die Branchenvertreter der Hotellerie begrüßen die verbesserten Maßnahmen zur Stabilisierung der Betriebe. Mittel- und langfristig reicht das aber nicht.

825 Euro mehr Kurzarbeitsentschädigung, dazu 175 Euro netto zusätzlich für Mitarbeiter und 30 % statt 15 % effektiver Ausfallsbonus vorerst für März seine ein Rettungsboot für kleine, Schritt in die richtige Richtung für größere Hotels, betont etwa die Hoteliervereinigung. 

„Wir sind froh, dass unser Ruf nach weiteren Liquiditätsstützen für unsere Branchen gehört und unsere Vorschläge aufgegriffen wurden“, betont auch die Obfrau der Sparte Hotellerie in der Wirtschaftskammer, Susanne Kraus-Winkler. Gerade für Hotellerie und Gastronomie, die nun in den achten Lockdownmonat gehen, seien weitere Zuschüsse zur kurzfristigen Liquditätssicherung lebensnotwendig.

Noch immer fehlen Perspektiven

Neben den heute präsentierten kurzfristig wirksamen Maßnahmen brauche die Branche aber auch einen Öffnungsfahrplan und konkrete Perspektiven auf lange Sicht. Der Druck bleibt groß. „Unsere weiteren Vorschläge für langfristige und wirksame Rekapitalisierungsmaßnahmen zum Wiederaufbau der Branche liegen auf dem Tisch“, unterstreicht Kraus-Winkler. 

ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer fordert einmal mehr, dass klar sein muss, wie lange Hotels noch geschlossen sind und ab wie vielen Neuinfektionen, Geimpften und freien Spitalsbetten nach welchen Regeln sie geöffnet werden können: „Nach einem Jahr künstlichem Tiefschlaf ist so eine Aufwachphase kein Kinderspiel. Darauf liegt unser ganzer Fokus“, so die Branchenvertreterin. Österreich als Tourismusland bestmöglich für das Leben mit Corona aufzustellen sei das Gebot der Stunde, ist Reitterer überzeugt. „Und das schaffen Politik und Wirtschaft nur gemeinsam.“
 

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