27.10.2020

Riesiges Nächtigungsplus im Burgenland

In Österreichs Beherbergungsbetrieben gab es im September im Vergleich zum Vorjahr 14 % weniger Nächtigungen. Zu den Gewinnern unter den Bundesländern zählen das Burgenland, Kärnten und die Steiermark.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen in Österreich ging im September 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat nach vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria um 14,1% auf 9,84 Mio. zurück. „Die Nächtigungen ausländischer Gäste sind im September mit einem Minus von 26,2% wieder stark eingebrochen. 'Urlaub daheim' hat dazu beigetragen, dass der Rückgang insgesamt nicht noch kräftiger ausgefallen ist. Bei Gästen aus Österreich gab es ein Nächtigungsplus von 13,9%", erklärt Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Die Zahl der Ankünfte in Beherbergungsbetrieben lag mit 2,79 Mio. im September um 29,1% unter dem Niveau des Vorjahres. Dabei sank die Zahl ausländischer Gäste um 43,9% auf 1,46 Mio., jene der inländischen Gäste stagnierte (+0,1%) bei 1,33 Mio. 

Wie bereits in den Vormonaten, entwickelten sich die Nächtigungszahlen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich: Während der Rückgang in Wien 75,1% betrug, konnte im Burgenland ein Nächtigungsplus von 23,0% erzielt werden. Nächtigungszunahmen wurden weiters in Kärnten (+14,5%) und in der Steiermark (+4,1%) registriert.

Deutlich weniger Gäste in der bisherigen Sommersaison

In der laufenden Sommersaison (Mai bis September 2020) lagen die Nächtigungen mit insgesamt 49,43 Mio. um 29,9% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Während es bei den Nächtigungen ausländischer Gäste einen Rückgang von 40,6% gab, lag die Zahl der Nächtigungen inländischer Gäste mit -3,6% bzw. 19,73 Mio. nur knapp unter der Vorjahresperiode. Die Ankünfte in der bisherigen Sommersaison gingen um 40,7% auf 13,33 Mio. zurück.

Für die wichtigsten Herkunftsländer wurden durchwegs zweistellige Nächtigungsrückgänge gemeldet, wobei die Abnahme bei den deutschen Gästen mit 20,9% auf 20,91 Mio. Nächtigungen am relativ geringsten ausfiel, während die anderen Herkunftsländer zum Teil deutlich über der 30%-Marke liegen.

In den Bundesländern verzeichnete Kärnten das geringste Minus bei den Nächtigungen (-11,1%) und das Burgenland bei den Ankünften (-18,3%), in beiden Kategorien litt Wien mit einem Rückgang von über 80% am meisten. 

35 Mio. weniger Nächtigungen als im Vorjahr

Im bisherigen Kalenderjahr 2020 (Jänner bis September) wurden mit 91,65 Mio. Nächtigungen um 27,7% weniger registriert als im selben Zeitraum des Vorjahres. Der Rückgang beläuft sich bis Ende September somit auf 35,04 Mio. Die Ankünfte nahmen im gleichen Zeitraum um 37,2% auf 23,29 Mio. ab. 
 

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