13.01.2021

Rosen für Hotels und Reisebüros

Die Austrian Business Travel Association (abta) lud Travel Manager und Geschäftsreisende zu einer Online-Umfrage ein, um Dienstleister für besonders guten Service während der Corona-Krise mit einer „Rose“ auszuzeichnen und kritikwürdiges Verhalten mit einem „Kaktus“ zu beleuchten.

Das Meinungsbild innerhalb der Umfrage ist breit gefächert. Gelobt wird der partnerschaftliche Zusammenhalt der Branche und die vielfachen Hilfestellungen während der Corona-Krise. Im Mittelpunkt der positiven Nennungen stehen Hotels und Reisebüros. Bei den Hotels wurden kulante Regelungen bei Stornos und Umbuchungen vermerkt. Auch Einzelaktionen wie „Kochen für Risikogruppen“ (z.B. InterContinental Wien) wurden herausgehoben. Anerkannt wurden die Day-Use-Angebote der Stadthotels, um den Home-Office-Mitarbeitern eine Alternative zum heimischen Küchentisch zu bieten.

Dass die Teilnehmer sehr differenziert urteilten, geht auch aus vereinzelten kritischen Kommentaren hervor. Vermerkt wurden beispielsweise die faktischen Preiserhöhungen von einzelnen österreichischen Hotels während des Sommers. 

Lob für Reisebüros und AußenwirtschaftsCenter

Reisebüros erhielten viel Lob für ihre ständige Erreichbarkeit. Ein Teilnehmer wörtlich: „Reisebüros haben sich im Unterschied zu Airlines hervorragend und kundenorientiert verhalten. Gratulation.“ Ein weiterer Kommentar: „Die Reisebüros waren wirklich bemüht, alles rasch abzuwickeln. Das ist auch gelungen.“

Ein besonderes Lob für ihren Einsatz erhielten auch die Branchenverbände und speziell die AußenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer: „Vielen lieben Dank für die Unterstützung, ohne WKO wäre unser Alltag als Travel Manager in den letzten Monaten sicherlich um vieles schwieriger gewesen.“ Ähnlich das Lob für International SOS: „Blitzschnelle Antworten auf alle Fragen.“

Kritik an Airlines

Erwartungsgemäß zogen Airlines wegen der verzögerten Erstattung nicht genutzter Tickets viel Kritik auf sich. Die Liste der Kommentare ist lang: „Frechheit, Staatshilfe zu beantragen und Kunden monatelang mit Refunds hängen zu lassen. Telefonisch nicht erreichbar. Abtauchen. Schlechte Kommunikation. Missachtung der EU-Passagierrechte.“ 

Kritisch beurteilten viele Teilnehmer der Umfrage das Handeln der politischen Institutionen: „Europäischer Fleckerlteppich von Reiseeinschränkungen. Bürokratischer Hindernislauf. Halbherzige Hilfsmaßnahmen seitens der österreichischen Bundesregierung.“
 

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