09.12.2018

Rosenberger muss Insolvenz anmelden

Wie steht es um die Raststättenkette Rosenberger? Am Montag steht der Gang vor das Insolvenzgericht bevor, weil ein Lieferant nicht bezahlt wurde und die Banken kein Geld nachschießen will.

Der Raststättenbetreiber Rosenberger könnte schon heute, Freitag, 7. Dezember, einen Insolvenzantrag stellen, berichtete der „Standard“ in seiner Freitag-Ausgabe. Ein größerer Lieferant sei nicht bezahlt worden, und es sei ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung geplant, das eine Fortführung des Betriebes ermöglichen würde, heißt es in dem Bericht. Von Rosenberger gab es dafür vorerst keine Bestätigung.

Erst seit dem Frühjahr ist die Firma wieder zu einem erheblichen Teil in österreichischer Hand. Thomas Wollner, bis zum Frühjahr dieses Jahres Geschäftsführer der Kette, ist zu 30 Prozent Mitgesellschafter. Den Rest halten – seit 2013 – die beiden chinesischen Familien Liu und Ni. Allerdings ist Wollner aus dem operativen Geschäft ausgeschieden und betätigt sich als Hotelier in Pörtschach. Aktuell betreibt Rosenberger in ganz Österreich 16 Autobahnraststätten, drei Seminarhotels, sechs Tagungszentren, elf Tankstellen, 16 Shops und zwei FIRST Cityrestaurants in Wien und Salzburg.

Trotz intensiver Verhandlungen mit der Bank seien benötigte Kreditlinien überraschend nicht freigegeben worden.Rosenbergers oberstes Ziel sei es nun, das Unternehmen zu sanieren, die Arbeitsplätze zu sichern und den Fortbestand der Rosenberger-Gruppe zu ermöglichen. Das Unternehmen beschäftigt je nach Saison 600 bis 800 Mitarbeiter. Die Verbindlichkeiten balufen sich laut Unternehmensangaben auf zwölf Millionen Euro.

Ergänzung, 11.12.2018

Über die Rosenberger Restaurant GmbH wurde am Landesgericht St. Pölten ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt, berichtet KSV1870. Die Passiva betragen 13,3 Millionen Euro, betroffen sind 448 Dienstnehmer und 298 Gläubiger. Die Aktiva betragen rund 570.000 Euro.

Die Insolvenzursachen sind auf laufende Umsatzrückgänge insbesondere in den Jahren 2013 bis 2017 zurückzuführen. Letztlich wird nun mit Hilfe dieses Sanierungsverfahrens versucht, einhergehend notwendige Sanierungsmaßnahmen-, sowie mitunter die Schließung unrentabler Standorte umzusetzen. Welche Standorte das sind wird im Insolvenzantrag noch nicht angegeben.

Die Schuldnerfirma bietet allen unbesicherten Insolvenzgläubigern eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent, zahlbar zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplanes, an. Hierbei handelt es sich vorerst lediglich um das gesetzliche Mindestanbot. Die Fortführung des Unternehmens wird angestrebt.

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