25.08.2020

Salzburg sagt ja zum Christkindlmarkt

Branchenvertreter einigten sich am Festhalten dieser beliebten Attraktion, die in Spitzenzeiten immerhin eine Million Besucher anlockt.

Salzburger Tourismus-Branchenvertreter einigten sich darauf, dass es den populären Markt auf Domplatz und Residenzplatz in der Altstadt auch heuer geben soll. Die Stadt brauche die Gäste, sagt Ernst Pühringer, Sprecher der Salzburger Gastronomen.

Wertschöpfung: 60 Millionen Euro

In einem normalen Jahr generieren eine Million Christkindlmarkt-Besucher rund 60 Millionen Euro Wertschöpfung, sagt Pühringer: „Wir wollen auch unbedingt, dass auch die anderen Veranstaltungen nicht abgesagt werden, sondern man wirklich klar durchleuchtet: Ist es möglich, die wirtschaftlich durchzuführen?“ Ziel sei es, „den Gästen, die im Dezember da sind, etwas bieten zu können.“ Normalerweise ziehen ja das Salzburger Adventsingen und ähnliche Veranstaltungen tausende Besucher an.

Dass es beim Christkindlmarkt und den anderen Advent-Veranstaltungen Einschränkungen und Zutrittsbeschränkungen geben wird, ist aber für Wirtesprecher Pühringer „klar“. Das betreffe aber nicht nur Christkindlmarkt in der Stadt Salzburg, sondern auch „alle anderen Christkindlmärkte.“

Der Stadt Salzburg liege bereits ein Konzept zur Durchführung des Christkindlmarktes vor, sagt dessen Organisator Wolfgang Haider. Details dazu will er aber noch nicht bekanntgeben. Die Zeit für eine Entscheidung drängt bereits. Üblicherweise wird der Christkindlmarkt Anfang November aufgebaut.

Auch Wolfgangsee-Gemeinden tüfteln an Konzept

Auch in der Wolfgangsee-Region denkt man bereits über den Winter nach. Es werde an einem Konzept für einen Coronavirus-tauglichen Wolfgangsee Advent getüftelt, sagt Hans Wieser, Geschäftsführer der Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft. Ob der Adventmarkt heuer stattfinden kann, sei noch nicht ganz sicher, so Wieser, das werde auch von den behördlichen Vorgaben abhängen: „Aber wir sind zuversichtlich.“

Die Situation nach dem Coronavirus-Ausbruch Ende Juli in St. Wolfgang habe sich mittlerweile auch wieder entspannt. Nach etlichen Stornierungen kämen wieder Anfragen herein, so Wieser. Der Corona-Cluster war damals von Nachtlokalen ausgegangen in denen infizierte Praktikanten gefeiert hatten. Danach hatte es insgesamt 75 Infizierte gegeben, davon 65 Tourismus-Mitarbeiter, drei Hotelgäste und sieben Lokalbesucher.

Der traditionelle Rupertikirtag hingegen, immer zum Ehrentag von Salzburgs Landespatron Ende September abgehalten, wurde bereits vor Wochen abgesagt.

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