13.04.2018

Salzburg spricht erstmals von Obergrenze

Für Tourismusreferent LH Wilfried Haslauer (ÖVP) soll Salzburgs Fremdenverkehr nicht ewig weiterwachsen: 30 Mio. Urlauberübernachtungen im Jahr sind für ihn eine „sinnvolle Grenze“.

 

Salzburg werde als Tourismusland nicht immer weiterwachsen können. Der Plafond sei bald erreicht, sagte Haslauer bei der Präsentation der Schwerpunkte der Salzburger Land Tourismusgesellschaft (SLT) für den kommenden Sommer: „Ich glaube, dass eine sinnvolle Grenze irgendwo bei 30 Mio. Nächtigungen liegt. Das kann man ja nicht steuern, aber da ist eine Grenze, wo ich sage: Da muss man schauen, ob’s noch akzeptabel ist.“

Zudem seien „die Nächtigungen nur ein positiver Indikator, wichtiger ist die Wertschöpfung bei den Betrieben und in der Region“, ergänzte Haslauer. Der Tourismus bringt viele Arbeitsplätze und Zusatzeinkommen für Menschen vor allem in den Salzburger Gebirgsgauen. Er bedeutet aber auch mehr Belastung für die Umwelt, etwa durch mehr Verkehr, und auch stark gestiegene Preise für Immobilien, vor allem in den bekannten Wintersportorten.

In den letzten Jahren ging es im Tourismus im Land stetig bergauf: Gut 20 Mio. Übernachtungen verzeichnete Salzburgs Fremdenverkehrswirtschaft noch vor 20 Jahren. Im vergangenen Tourismusjahr waren es erstmals stolze 28 Mio. – rund 15 Mio. davon im Winterhalbjahr November bis April und rund 13 Mio. im Sommer. Für den Winter 2017/18 kündigt sich ein Rekordergebnis an. Und nach einem längeren Rückgang wächst auch die Sommersaison seit einigen Jahren wieder kräftig.

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