16.11.2020

Schlechter Winter oder weniger schlechter Winter?

Sollte es einen "faktischen Tourismus-Lockdown" geben, könnte dies Tirols Wirtschaft 2,9 Mrd. Euro Wertschöpfung und 26.000 Jobs kosten, berechnete die Prodinger Tourismusberatung.

Der Lockdown und die Ungewissheit für die Zeit danach lassen die Touristiker um die so wichtige Wintersaison zittern. Prodinger berechnete verschiedene Szenarien und wie diese im schlimmsten Fall oder auch im besten Fall für die Tiroler Tourismuswirtschaft aussehen könnten, berichtete die Tiroler Tageszeitung..

Bei einem "faktischen Tourismus-Lockdown" würde es im Vergleich zur Rekordsaison 2018/2019 einen Nächtigungseinbruch von 46 Prozent geben, das entspreche 15 Mio. Übernachtungen. Dieses Szenario wird von einer dritten Coronawelle mit Betriebsschließungen im Februar 2021 und Reisewarnungen geprägt.

Im "Bad Case" - in dem Lockerungsschritte im Dezember und weitere Einschränkungen im Frühling vorausgesetzt werden - würde es einen Nächtigungsrückgang von 21,7 Prozent geben. Laut Daten der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) würden 30 Prozent weniger Nächtigungen Tirols Wirtschaft 1,7 Mrd. Euro Wertschöpfung und 16.000 Jobs kosten.

Es wurde auch ein optimistisches Szenario errechnet, indem weitgehend offene Grenzen und kaum Reisewarnungen angenommen werden und der Inlandstourismus nur wenig Einbußen erleidet. Hier würde im Vergleichszeitraum ein Nächtigungsminus von zwölf Prozent erfolgen. Insgesamt dämpfte die Tourismusberatung aber die Hoffnungen auf baldige Normalität: "Wir rechnen frühestens 2023 bis spätestens 2025 mit einer Rückkehr auf Vorkrisenniveau. Alles unter der Voraussetzung, dass keine erneute Verschlechterung des Pandemieverlaufs eintritt", hieß es.

(APA/Red)

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