06.01.2022

"Schluck Impfung" geht vors Gericht

Nach der Beschlagnahmung des gesamten Vorrats des Wiener Bioweins „Schluck Impfung“ im April des Vorjahres steht nun am 11. Jänner der erste Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht Wien bevor.

Anfang 2021 hat das Bioweingut Lenikus als Reaktion auf die triste Corona-Situation zwei Weißwein-Cuvées mit den humorvollen Bezeichnungen „Wiener Jaukerl“ und „Schluck Impfung“ kreiert (stammgast.online berichtete). Diesen Wiener Schmäh fand die Bundeskellereiinspektion nicht sehr lustig und ließ die Flaschen beschlagnahmen. Der Grund waren angebliche und verbotene „gesundheitsbezogene Angaben“. Weingutchef Martin Lenikus: „Es ist geradezu grotesk zu behaupten, Konsumenten würden glauben, dass die „Schluck Impfung“ tatsächlich gegen das Corona-Virus hilft, steht doch ausdrücklich auf dem Weinetikett: Wirkt nicht gegen Viren, macht das Leben aber beschwingter.“

Diese Beschlagnahme wird nun rechtlich bekämpft, der renommierte Rechtsanwalt Jakob Hütthaler-Brandauer vertritt das Weingut vor Gericht. Am 11. Jänner um 10 Uhr findet ein erster Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht Wien statt. „Wir werden mit allen gebotenen Mitteln dagegen vorgehen. Unser Schaden durch diese ungerechtfertigte Beschlagnahme ist enorm“, so Lenkius, der überzeugt ist, den Fall zu gewinnen. „Man muss zeigen, dass man sich einerseits nicht alles gefallen lässt und dass andererseits auch Behörden einschlägige Gesetze und Verordnungen nicht willkürlich umdeuten dürfen. Als Bürger und Winzer muss man sich nicht alles gefallen lassen.“

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