09.08.2019

Schlumberger-Absiedelung verzögert sich

Der Sekthersteller Schlumberger will eine neue Produktionsstätte im burgenländischen Müllendorf hochfahren – der Platz am Stammsitz in Wien wird zu eng.

Statt Spatenstich heuer im Juni und Produktionsstart Ende 2021 peile man nun die Grundsteinlegung für nächstes Jahr und die Eröffnung des neuen Werks Ende 2022 an, berichtet „Der Standard“. „Wenn alles gutgeht“, sagte Schlumberger-Chef Arno Lippert zu der Zeitung, „sonst ein Jahr später.“ Einen ähnlichen zeitlichen Horizont erwähnte er gegenüber den „Salzburger Nachrichten“ (SN): „Es gibt eine Verzögerung von mindestens einem Jahr, aber noch keinen Zeitplan.“ Das ergebe sich unter anderem daraus, dass Österreichs größter Sekterzeuger mit insgesamt rund 250 Mitarbeitern wegen des stark saisonalen Sektgeschäfts nur immer am Ende eines Jahres übersiedeln könne. Dann ist der neue Wein versektet und das Produkt reift in den Kellern.

Produktion und Logistik ins Burgenland verlagern

Ursprünglich wollte das Unternehmen wie berichtet nicht nur die Produktion ins Burgenland verlagern, sondern dort auch ein eigenes Logistikzentrum aufbauen. Letzteres wäre mit der Errichtung eines 33 Meter hohen Regallagers verbunden gewesen, was im letzten Moment an Anrainerprotesten scheiterte. Das Projekt wird seit Mitte Juli redimensioniert. Geplant war, dass Schlumberger bis Ende 2021 im Wirtschaftspark der Gemeinde Müllendorf an der Südostautobahn A3 nahe Eisenstadt insgesamt 70 Mio. Euro investiert. Durch die Verkleinerung des Projektes werde es nun weniger werden, sagte Lippert zum „Standard“. Um wieviel, wisse man noch nicht. Die Übersiedlung der Produktion mit 60 Arbeitsplätzen ins Burgenland sei fix, versicherte der Schlumberger-Chef gegenüber den „SN“ und gegenüber dem „Standard“. Bisher in Wien beschäftigte Mitarbeiter sollen per Shuttle nach Müllendorf gebracht werden. In Wien sei man zuvor auf der Suche nach einem Standort nicht fündig geworden.

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