14.06.2012

Schuhbeck zieht Klage zurück

Vermutlich wegen Aussichtslosigkeit hat der bayerische Starkoch Alfons Schuhbeck nun die Klage gegen einen entfernten Verwandten wegen der Internet-Domain schuhbeck.com zurückgezogen.

 

Wie eine Sprecherin des Landgerichts München gestern, 13. Juni, mitteilte hat der bayerische Starkoch Alfons Schuhbeck seine Klage gegen den Traunsteiner Lehrer und weitschichtig Verwandten Sebastian Schuhbeck auf Herausgabe der Internetdomain www.schuhbeck.com zurückgezogen.

Noch im November 2011 hatte es der Münchner Koch und Gewürzhändler auf die Internet-Domain eines sehr entfernt verwandten Familienmitglieds abgesehen. Sebastian Schuhbeck, seines Zeichens Studiendirektor in Traunstein unterrichtet am dortigen Chiemgau-Gymnasium Englisch und Katholische Religionslehre. Wer die Internetseite des Lehrers www.Schuhbeck.com aufruft, erfährt mehr über Themen wie „Konfliktprävention“, „Sekten-Info“ oder „Trauerarbeit in der Schule“. Der Pädagoge ist nicht nur seit vielen Jahren mit seiner Internetseite online, sondern auch bayerischer Landesbeauftragter für Computereinsatz im Religionsunterricht.

Der bekannte TV-Koch verfüge „nur“ über die Domain www.schuhbeck.de und berief sich auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2001. Der Fall „Shell gegen Shell“ sorgte damals für Aufsehen, zumal dem Ölkonzern die stärkeren Rechte an der Domain eingeräumt wurden, als einem gewissen Andreas Shell, der die Kennung für sich reserviert hatte. Die damalige Begründung der Richter: Die „überragende Bekanntheit“ des Namens …

Abgesehen davon kann der Lehrer Sebastian Schuhbeck auf die wesentlich älteren Namens-Rechte verweisen: Er ist ein echter Schuhbeck, der Koch wurde dagegen von dem Waginger Gastwirt Sebastian Schuhbeck adoptiert, einem Cousin des Großvaters des Lehrers. Bis dahin hieß der spätere Starkoch noch Alfons Karg. Der Pädagoge Sebastian Schuhbeck zeigte sich glücklich über die Entscheidung.

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