29.08.2019

Schwammerldiebe halten Aufsichtsorgane auf Trab

In Österreichs Wäldern herrscht gerade Schwammerl-Hochsaison. Vor allem bei unseren italienischen Nachbarn stehen die Delikatessen hoch im Kurs.

Erst vor wenigen Tagen wurde eine Schwammerlbande in Tirol dingfest gemacht: Italienischen Gästen, die sich zum Schwammerlsuchen sogar ein Zimmer genommen haben, wurden mit 186 Kilogramm Steinpilzen aufgegriffen. Ein Komplize wurde mit 32 Kilogramm Pilzen auf frischer Tat ertappt.

Grundregeln beachten

Die Köstlichkeiten aus dem Wald sind sehr beliebt und dürfen auch gesammelt und geerntet werden, ein paar Grundregeln müssen dabei aber beachtet werden. Denn Pilze sind für den Wald lebensnotwendig und übermäßiges Schwammerlsuchen stört das sensible ökologische Gleichgewicht des Waldes.

Pilzen die Chance geben, nachzuwachsen

Zu den beliebtesten Speisepilzsorten zählen etwa Eierschwammerl, Parasol und Stein- oder Herrenpilz. Grundsätzlich gilt beim Schwammerlsuchen: Alles mit Maß und Ziel.

Es gibt je nach Bundesland bestimmt Regelungen (Landesgesetze), die vorgeben, wann gepflückt werden darf (meistens zwischen 7 und 18 Uhr) und welche Mengen mitgenommen werden dürfen. Grundsätzlich gilt, dass pro Person und Tag maximal zwei Kilogramm Pilze aus dem Wald entnommen werden dürfen. Aber Achtung, Pilze sammeln ist nicht überall erlaubt. Denn die Waldbesitzer tragen die Gesamtverantwortung für den Wald und viele seiner Funktionen. Sie müssen daher auch die Möglichkeit haben, Schwammerlsuchen in bestimmen Regionen zu verbieten.

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