27.05.2022

Sechs neue Küchenmeister

Sie gilt als die härteste Währung im Kochberuf: die Diplomprüfung zum Küchenmeister. In Kärnten wurden nun sechs Kandidaten graduiert. Es finden sich prominente Namen darunter.

In den Räumlichkeiten des WIFI-Kärnten kam es Anfang Mai zu einer seltenen Auszeichnung. Nach einem siebenmonatigen Kurs und einer herausfordernden Prüfung wurden sechs neue Diplom-Küchenmeister graduiert. Von acht Kandidaten, Küchenchefs oder arrivierte Köche, davon vier aus Kärnten und vier aus der Steiermark, konnten vier Kärntner und zwei Steirer diese schwere Aufgabe positiv beenden. Der Kurs und die Vorbereitung haben fast sieben Monate gedauert. Das war für jeden einzeln Teilnehmer eine harte Herausforderung. Alle Teilnehmer mussten diese Zusatzausbildung neben der Arbeit in ihren Betrieben bewältigen. Der Küchenchef des Hotels Schloss „Seefels“ in Pörtschach, Richard Heßl, verdonnerte kurzerhand auch seinen Stellvertreter David Karner mit den Worten dazu: „Und Du machst auch mit“. Didaktisch war das gar kein unkluger Schachzug. Denn zu zweit lernt es sich leichter, bzw. hilft man sich leichter über Motivationslöcher. Für Heßl sollte sich diese Strategie auszahlen: Als einziger neuer Dipl.-Küchenmeister absolvierte er den Lehrgang mit einer Auszeichnung. Das zählt umso mehr als den Kurs der gefürchtete Kollege aus der Steiermark, KM Peter Springer leitete und mit Kollegen Karl Messner ein kongeniales Duo bildete. Wenn sich die Profis zwar gnadenlos zeigten, was Anforderungen und Fachwissen betrifft, so war die Behandlung nie unfair, sondern kollegial auf Augenhöhe. Immerhin sind die Kursteilnehmer allesamt gestandene Köche, die mit beiden Beinen im Berufsleben stehen. Was aber nicht heißt, dass nicht trotzdem viel an neuem Fachwissen aus der Praxis vermittelt werden konnte. Einziger Makel dieses Lehrgangs: Nicht eine Frau unter ihnen, weder unter den Ausbildern, noch unter den Teilnehmern.

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