20.10.2020

Sechs-Personen-Grenze ruft Ärger hervor

Die von der Regierung gestern verordnete Grenze von höchstens sechs Personen pro Tisch im Wirtshaus fällt auf breite Ablehnung.

Statt zehn Personen dürfen ab Freitag nur noch sechs Gäste an einem Tisch sitzen. Innerhalb der Gastronomie machen Wirte ihrem Ärger über diesen „praxisfremden“ Beschluss Luft. So äußert sich Salzburgs Wirtesprecher Ernst Pühringer, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der WK und Betreiber von zwei Gasthöfen in Salzburg, gegenüber HGV PRAXIS: „Die Regel mit zehn Personen wäre noch gegangen, da kann man zumindest ein gewisses Restaurant-Leben aufrechterhalten. Mit einer Grenze von sechs Personen sind wir auf Einzeltische beschränkt. Diese Obergrenze verstehe ich jetzt beim besten Willen nicht mehr.“

Während die Zahl am Tisch genau geregelt ist, ist jene im Raum offenbar unbegrenzt. Neben weiteren Einnahmeausfällen ist die neue Regel mit einem enormen organisatorischen Aufwand verbunden. Pühringer „Es gibt viele Gäste, die für acht, neun Personen reserviert haben. Die muss man jetzt alle nachrufen und mitteilen, dass sie in dieser Form nicht kommen können.“

Außerberufliche Zusammenkünfte werden ab Freitag auf maximal sechs Erwachsene in Innenräumen, zwölf Personen draußen beschränkt. Das gelte überall: in Restaurants, im Yogakurs, in Tanzschulen, bei Geburtstagsfeiern und Hochzeiten. Ausnahmen gebe es nur für Begräbnisse und berufliche Treffen.

Wirtesprecher Pühringer zu HGV PRAXIS im Nachsatz: „Jetzt haben wir schon die vorverlegte Sperrstunde auf 22.00 Uhr sowie seit einer Woche die Registrierungspflicht. Nun noch die Personenobergrenze zu Tisch, man darf sich nicht wundern, dass das viele Kolleginnen und Kollegen schlicht und einfach verdrießt und sie auch offen ihren Unmut darüber artikulieren.“

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