24.06.2021

Sehnsucht der Italiener nach einem Österreich-Urlaub

Mit dem Grünem Pass und der Lockerung der Covid-Schutzmaßnahmen wächst bei den Italienern die Lust nach Auslandsreisen - auch in Richtung Österreich.

Im ersten Coronajahr 2020 ist die Zahl italienischer Touristen in Österreich gegenüber 2019 um 60 Prozent eingebrochen. Heimische Touristiker hoffen heuer auf den Neustart. Obwohl die meisten Italiener in der Heimat urlauben werden, gilt das Nachbarland Österreich als sichere Urlaubsdestination. Da Fernreisen noch länger nicht möglich sein werden, betrachten italienische Touristen Österreich als einfach zu erreichendes Reiseziel.

"Die Währung dieses Sommers ist für den Tourismus das Vertrauen der Besucher. Für die Italiener gilt Österreich als zuverlässige Destination, als Nachbarland mit überschaubarem Risiko. Viele haben bereits gepackte Koffer, denn die Reiselust ist groß", meinte Oskar Hinteregger, Leiter der Österreich Werbung in Italien in Rom.

Die Italiener sehnen sich nach Natur. An erster Stelle erkundigen sie sich nach den Radfahrmöglichkeiten im Urlaub. Highlight seien die Radwege entlang der Donau und in der Alpe-Adria-Region. Gefragt ist den Angaben zufolge auch Weitwandern. Dabei locken vor allem der Alpe-Adria-Trail und der Adler-Weg in Tirol. "Familien lieben Ferien in den Bergen und auf dem Bauernhof. In Zeiten der Pandemie ist das Bedürfnis nach Natur noch stärker geworden", so Hinteregger.

In Österreich suchen die Italiener auch Kultur - die Sommerfestivals in Salzburg und Bregenz seien besonders attraktiv. "Kulturaffine Gäste haben einen besonders großen Nachholbedarf. Kultur und Reisen sind die beiden von der Pandemie am stärksten betroffenen Sektoren", sagte der Leiter der Österreich Werbung in Italien.

Viele Anfragen

Um die Italiener nach Österreich zu locken, winkt die ÖW mit einem Paket bestehend aus 30 Neuigkeiten betreffend Hotels, Rad- und Wanderwege sowie kulinarische Erfahrungen. Zugleich laufen in den italienischen Medien schon seit Wochen Werbekampagnen für den österreichischen Tourismus. Sie zeigen bereits gute Resultate. "Wir erhalten ständig Informationsanfragen, was uns optimistisch stimmt. Die Italiener sind notorische Spätbucher, daher rufe ich sie auf, so rasch wie möglich ihren Urlaub zu reservieren. Vor allem im August - dem Urlaubsmonat der Italiener - sind viele Hotels schon ausgebucht", betonte Hinteregger.

Die Zeit der Pandemie habe der österreichische Tourismus genutzt, um die Situation zu überdenken und neue Strategien zu entwickeln. "Jetzt ist endlich die Zeit des Restarts da. Nach anderthalb Jahren muss der Tourismus wieder in Bewegung kommen. Nachdem die ganze Wintersaison ausgefallen ist, denken wir nicht nur an den Sommer, sondern auch schon an die Wintermonate. Wir sind sicher, dass der Wintertourismus in Österreich boomen wird", so Hinteregger.

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