06.01.2022

Sehnsüchte von Gästen wecken

Um Tirol als Drehort für Filmschaffende zu verankern, kümmert sich Cine-Tirol, eine Tochter der Tirol Werbung. Mit wachsendem Erfolg: 2021 gab es 600 Drehtage.

Ob Bergdoktor Hans Sigl, der in der pittoresken Kulisse rund um Ellmau ordiniert oder ein aus Liebe so manch schwach gewordenes Herz wieder stabilisiert oder die millionenschwere Action von James Bond auf dem Rettenbachferner in Sölden – Tirols Tourismuswerber wissen um den Werbewert von Tiroler Kulisse in diversesten Filmprodukten. Egal, ob Herzschmerz, beinharte Action, Werbeclip oder historisches Dokudrama, die eigens dafür gegründete Tirol Werbung-Tochter „Cine-Tirol“ tut nichts anderes als Filmschaffenden das Bundesland als Location für jedwede Filmware anzupreisen.

Und das mit wachsendem Erfolg wie Cine-Tirol-Geschäftsführer Johannes Köck in seiner Jahresbilanz betont: „Produktionen, die zumindest teilweise in Tirol gedreht wurden, haben laut Erhebung der Cine-Tirol-Film-Commission ein 350-Millionen-Publikum erreicht – im Kino, übers Fernsehen, Internet-Kanäle oder Streamingangebote.“ Kein Wunder: Die Vervielfachung von Kanälen und das Rund-um-die-Uhr-Angebot von Serien, Thrillern, Soaps, Dokus und Live-Formaten hungert nach permanenter Befütterung mit immer neuem Filmstoff.

600 Drehtage quer durch alle Genres

600 Drehtage konnte die Cine Tirol im Vorjahr verbuchen. Im Vorjahr konnten auch mehrere neue Produktionen speziell aus dem deutschsprachigen Raum nach Tirol geholt werden, so Köck. Erst im Herbst vergangenen Jahres wurde der 90-minütige Actionthriller „Grenzgänger – Mord in den Alpen“ hoch über den Dächern in den Bergen Innsbrucks abgedreht. Und – erfreulicherweise auch heimischen Künstlern eine Chance bietet, wie die Nachwuchsschauspielerin Liliane Zillner im Gespräch mit Stammgast.Online betont: „Ich hatte bereits eine Rolle in der Krimiserie ,Alarm für Cobra 11‘ und für das aktuelle ,Grenzgänger‘-Projekt hat sich der zuständige Redakteur von RTL an mich erinnert und mich zum Casting geladen. Letztendlich wurde ich für die Rolle besetzt und hatte wirklich spannende Drehtag in den Bergen rund um Innsbruck.“

Wie Cine-Tirol-Leiter Johannes Köck in der Jahresbilanz betont, seien die geplanten Dreharbeiten in Tirol trotz der Coronavirus-Pandemie wie geplant über die Bühne gegangen. Die Produktionsfirmen hätten sich schnell an notwendige Hygienemaßnahmen und behördliche Vorgaben angepasst. Zu Jahresbeginn standen die 18-tägigen Dreharbeiten im Februar für den Film „Klammer – Chasing the line“ am Patscherkofel und in Innsbruck auf dem Plan. Auch zwei Thrillerserien – eine davon als Verfilmung des Krimi-Bestsellers „Die Totenfrau“ des (Tiroler) Autors Bernhard Aichner – wurden in Tirol gedreht, ebenso mehrere Spielfilme oder Teile davon. Tirol diente auch für Serienspecials und neue Staffeln von „Der Bergdoktor“ und „Die Bergretter“ als Kulisse. Am Mieminger Plateau wurde dagegen für eine Comedy-Serie mit Nina Proll gedreht.

Die Spieldokumentation „Im Silberreich – das Netz der Fugger“ entstand über mehrere Monate hinweg im Raum Schwaz, das in früheren Jahrhunderten zu einem Zentrum des Silberabbaus in Europa wurde. Damals wuchs der Ort zur zweitgrößten Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Österreich – hinter Wien.

Tirol ins Bild gerückt

Die Cine Tirol Film Commission ist ein spezielles Geschäftsfeld der Tirol Werbung. Mit einem Budget von rund einer Million Euro im Jahr soll sie Tirol mit der Akquise von Filmdrehs und Fotoshootings ins Bild rücken. Zum einen gehe es darum, Tirol als Standort für Dreharbeiten zu bewerben.Ein großer Schwerpunkt ist die Unterstützung von Filmteams, um die richtigen Drehorte zu finden, Drehgenehmigungen zu bekommen oder sonstige Schwierigkeiten auf dem Weg zu räumen. Spezielle Filmprojekte werden laut Cine-Tirol-Leiter Johannes Köck auch direkt finanziell unterstützt. Laut Köck stellen die Dreharbeiten auch einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar. Sämtliche Filmprojekte hätten sich mit einem vor Ort erwirtschafteten Umsatz in der Höhe von 5,5 Millionen Euro niedergeschlagen.

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