13.10.2021

Ski amadé nimmt Anlauf auf erfolgreichere Wintersaison

Der Skiverbund "Ski amadé", mit Regionen in Salzburg und der Steiermark, ist nach den coronabedingten Ausfällen im Vorjahr für heuer optimistisch.

Fehlende Beherbergungsmöglichkeiten infolge des behördlichen Betretungsverbots von Hotels und Pensionen für Urlauber sowie strenge Ein- und Rückreisebedingungen hätten "wirtschaftlich keine Freude bereitet", bilanzierten die Ski-amadé-Chefs Präsident Wolfgang Hettegger und Vorstandsmitglied Josef Gruber in einer Pressekonferenz am Mittwoch. Der Fördertopf des Bundes sei eine Hilfe, jedoch für größere Unternehmen limitiert gewesen: "Ein zweites derartiges Jahr würde für manche das Aus bedeuten." 2020/21 brachte Ski amadé nur 1,5 Mio. statt davor 9 Mio. Tageseintritte und massive Umsatzeinbrüche.

Für heuer sind die Liftbetreiber optimistischer: "Die Leute sind laut Umfragen heiß auf das Skifahren", sagte Gruber. Hettegger ergänzte: "Die Alpen erleben eine Renaissance, das zeigten die beiden vergangenen Sommersaisonen. Wir haben dabei bewiesen, dass wir mit Covid gut umgehen können. Aber es wird sicher nicht wie vor der Pandemie sein."

In den heimischen Skigebieten sei es in der vergangenen Saison zu keinerlei Ansteckungshäufigkeiten oder Clusterbildungen gekommen. Ein Hygiene- und Sicherheitskonzept sei vorhanden, argumentieren die Liftbetreiber. Vorbehaltlich der noch zu erwartenden definitiven Regelungen der Bundesregierung werde die 3G-Regel im Skigebiet, in den Hütten und den Hotels sowie eine FFP2-Maskenpflicht in geschlossenen Gondeln, Liften und Gebäuden gelten. Beim Après-Ski werde man sich an den Regeln der Nachtgastronomie orientieren. Im Hinblick auf die Kontrolle der 3G-Regel sei geplant, den Grünen Pass mit dem Skipass zu "verheiraten", an den technischen Möglichkeiten werde noch gearbeitet.

Die Kosten wachsen, die Kartenpreise steigen

Die Preise für Tageskarten für die Nutzung der Aufstiegshilfen sind in den einzelnen Skigebieten unterschiedlich und betragen von unter 50 bis erstmals über 60 - konkret 62 - Euro. Sie steigen heuer um über 5 Prozent - mehr als in den vergangenen Jahren. Begründet wird dies mit den erhöhten Kosten für Strom, den Treibstoff für Skibusse, die personalintensiven Corona-Maßnahmen und einen gewissen Aufholbedarf aus der vergangenen Saison. Eingepreist sind auch 66 Mio. Euro Investitionen unter anderem in den Neubau von Bahnen: "Flying Mozart" im Snow Space Salzburg mit Panoramagondeln samt Kabinenentertainment und die 6er-Sesselbahn "Sixpack Mooslehen" in Filzmoos.

Um die Kosten für die Skifahrer etwas abzufedern, werde das Online-Ticket mit dessen finanziellen Zuckerln gepusht. Weiters biete ein Kundenklub Vorteile, unter anderem für Skipässe und Urlaubsangebote sowie eine kostenlose Pistenrettung. Erstmals wird in Zusammenarbeit mit Intersport auch in 32 Skops nicht nur ein Online-Ski- sondern auch ein Skibekleidungsverleih angeboten, der ebenfalls die Geldbörse schonen soll. Ski amadé umfasst über 270 Lift- und Seilbahnanlagen mit rund 760 Pistenkilometern, davon 90 Prozent technisch beschneibar.

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