23.10.2020

Ski amade rechnet mit weniger Ansturm, aber mehr Qualität

Skifahren in Zeiten von Corona? „Ja, das kann funktionieren", sagt Christoph Eisinger, Geschäftsführer von Ski amadé. In den Skiregionen in Salzburg und der Steiermark rechnet man in dieser Saison mit einem Qualitätssprung. Der Skiverbund feiert zudem sein 20-jähriges Bestehen.

"Die Skifahrer wollen kommen, die Frage ist aber, ob sie kommen können", sagte der Präsident des Skiverbundes Wolfgang Egge in Hinblick auf Reisewarnungen. Was an ausländischen Gästen wegbreche könnte der Inlandsmarkt - Anteil etwa 20 bis 25 Prozent - nicht wettmachen. Insgesamt gebe es ein ausgeklügeltes System der Betriebsabläufe für die Gäste aber auch für das Personal, um nicht deren Selbstausschaltung zu bewirken, etwa Tests und Gesundheitschecks. Sollte gar der Betriebsleiter ausfallen sei der weitere Betrieb rechtlich nicht mehr zulässig, machten die Ski amade-Chefs aufmerksam. Auch bei Pistenrettung und -präparierung müsse die Betriebsbereitschaft aufrechterhalten werden.

Gegen völlig Unbelehrbare werde es einen ministeriellen Erlass geben, der auch einen Ausschluss von der Beförderung ermögliche. Die Skifahrer sollen außerdem verstärkt auf den möglichen Online-Skipasskauf hingewiesen werden. In den Skihütten sind außerdem Platzanweisungen und Reservierungsmöglichkeiten vorgesehen.

Preissteigerungen

Die Liftkartenpreise sind heuer um durchschnittlich 3 Prozent angehoben worden. Sie sind je nach Region unterschiedlich hoch, die teuerste Tageskarte kostet 58,50 Euro. Der Vorverkauf von Saisonkarten sei heuer etwas verhaltener, viele würden so wie bei den Quartierbuchungen noch zuwarten. Aber man rechne damit, dass deren Zahl nicht geringer werde. In der heurigen Sommersaison seien die bisher meisten verkauft worden. Sollte es zu einem Lockdown kommen, bleibe niemand darauf sitzen. Die Rückerstattung werde nutzungsabhängig erfolgen, ab 15 Tagen gebe es keine mehr.

Investiert wurden heuer insgesamt 73 Mio. Euro - davon 36 in drei neue Bahnen, der Rest unter anderem in Beschneiungsanlagen, Pistenerweiterungen und -geräte. Eine Bahn stellt die Verbindung von Snow Space Salzburg und Flachauwinkel/Kleinarl her und soll den Busverkehr dazwischen verringern. Weitere sind auf der Reiteralm und der Planai errichtet worden. Zwei große Vorhaben wurden zurückgestellt - nicht zuletzt wegen der Ungewissheit, ob sie wegen Corona geliefert und gebaut werden können.

20 Jahre Ski amadé

Der Verbund "Ski amade" umfasst fünf Regionen in Salzburg und in der Steiermark mit 270 Lift- und Seilbahnanlagen und rund 760 Pistenkilometern, davon sind mehr als 90 Prozent beschneibar. Anlässlich des runden Jubiläums führt Ski amadé den my Ski amadé Friends Club ein: Club-Mitglieder erhalten dabei die Friends Card, die nicht nur als Skipass-Keycard immer wieder aufgeladen werden kann, sondern auch die Tür zu exklusiven Angeboten öffnet. Neben einem Registrierungsrabatt auf Skipässe, Einkaufsgutscheine und Skiservice-Angebote bei den 31 Intersport Rent Shops in Ski amadé gibt es auch exklusive Urlaubsangebote für alle Mitglieder. Im Falle einer Pistenrettung (exkl. Heli-Rettung) werden die Kosten übernommen.

(APA/Red)

 

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