10.09.2021

So geht Lehrlingsausbildung heute

Im Rahmen der neuen „Amuse Bouche Challenge“ gab es für Lehrlinge der Wiener Gastronomie und Hotellerie einen Blick unter anderem hinter die Kulissen der Brauerei Göss, der Spanischen Hofreitschule oder des Stephansdoms. 

Modern gestaltete, praxisbezogene Lernmodule unterrichtet von namhaften Fachexperten, ereignisreiche Exkursionen und Übungen aus der Praxis zeichnen die Amuse Bouche Challenge aus. Piroska Payer, Initiatorin der Initiative, freute sich, gemeinsam mit Projektleiterin Renata Baskovec und Bildungs-Expertin Viktoria Arnold über den großen Erfolg der ersten Kurs-Module und die Begeisterung der Fachkräfte von Morgen.

Was Toni Faber zu erzählen hat

Dompfarrer Toni Faber begrüßte die Gruppe HGA (Lehrberuf Hotel-und GastgewerbeassistentInnen) im Kursmodul „Wiener Sehenswürdigkeiten“ persönlich im Wiener Stephansdom. Mit zahlreichen Anekdoten, geschichtlichem Background und Zugang zu sonst für Besucher gesperrten Bereichen führte er charmant und kurzweilig durch diese Sehenswürdigkeit.

Mit dem typischen Wiener Fiaker im Konvoi fuhren die Lehrlinge zur nächsten Station. Auf dem Weg durch die Innenstadt lernten Sie, auf Einladung von WienTourismus, die vorbeiziehenden Touristenattraktionen aus einer neuen Perspektive und mit witzigen Bonmots der Kutscher kennen. Das abschließende Highlight ermöglichte Sonja Klima den Lehrlingen mit einer Privatführung durch die Spanische Hofreitschule.

Gastgeber aus Leidenschaft

In den Gast hineinversetzen, seine Wünsche erraten, das ist eine der Aufgaben eines Rezeptionisten.  Nikola Farkas, „International Receptionist of the Year 2020“, verriet den Lehrlingen wertvolle Tipps und Tricks aus dem Alltag von herausragenden Rezeptionisten. Interaktive Rollenspiele boten im Kursmodul „Zaubere dem Gast ein Lächeln ins Gesicht“ den Jugendlichen die Möglichkeit, interessante neue Aspekte kennen zulernen und für die Zukunft an der Rezeption zu lernen.

Spitzenkoch Rupert Schnait vermittelte den Lehrlingen der Gruppe HGA (Lehrberuf Hotel-und GastgewerbeassistentInnen) die Feinheiten der Menüzusammenstellung, ein wesentliches Prüfungsthema der Lehrabschlussprüfung. Das optimale Zusammenspiel von Produktwissen, Kreativität und Umsetzbarkeit mit Berücksichtigung der saisonalen Möglichkeiten trainierten die Jugendlichen in einem eigens konzipierten Workshop. In diesem Kursmodul „Food & Beverage“ ergänzte Chef-Sommelier Roman Bolschetz (SHIKI Japanese Fine Dining) die erarbeiteten Menüs mit Empfehlungen für die optimale Weinbegleitung und Wissenswertem über die Österreichischen Weinbaugebiete. Weitere Schwerpunkte bildeten Aperitif, Digestif und Wiener Kaffeespezialitäten.

Abschließend brachte Viktoria Arnold ihre umfangreichen Inhalte für die Lehrlinge nochmals auf den Punkt. Mit alternativen Lernwegen im Talon können die Jugendlichen gut vorbereitet und hochmotiviert in die nächsten Kurs-Module gehen.

Bierkultur und das perfekt gezapfte Bier

Gabriela Maria Straka, Diplom Biersommeliere und Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich, begrüßte die Gruppe Service (Lehrberuf Restaurantfachfrau/-mann) in der „Grünen Brauerei“ in Göss in der Steiermark. Die geschichtsträchtige Tour durch das Gösser Braumuseum leitete einen ausschließlich dem Thema „Bier“ gewidmeten Tag an der Braustätte mit über tausendjähriger Geschichte ein. 

Wissenswertes rund um Bier, das Brauen und Zapfen im Speziellen erfuhren die Jugendlichen von Anton Lankes und freuten sich, bei einer exklusiven Führung einen besonderen „Blick hinter die Kulissen“ zu bekommen. Fasziniert zeigten sich die Lehrlinge besonders von der beeindruckenden Abfüllhalle. 

Unter der persönlichen Anleitung Strakas nutzten die Teilnehmer die Chance, zahlreiche Gläser Gösser Märzen zu zapfen – mit dem Ziel, die „optimale Schaumkrone“ auf das Glas zu zaubern. Ernst wurde es beim abschließenden Wettbewerb rund um „Das perfekt gezapfte Bier“: Die motivierten Lehrlinge stellten nun ihr Fachkönnen und -wissen in Theorie und Praxis unter Beweis. Bewertet wurden die Leistungen der zukünftigen Fachkräfte durch Gabriela Maria Straka und Uwe Reithner, langjährigem Fachjury Service-Koordinator von Amuse Bouche. 

„Zwei Drittel der österreichischen Biertrinker (67 %) legen laut aktuellem Bierkulturbericht Wert auf ein perfekt gezapftes Bier mit einer schönen Schaumkrone. Darum ist es als Restaurantfachkraft wichtig, dies zu beherrschen“, so Straka.

Die Basis für eine Karriere

Die „Amuse Bouche Challenge ist eine Initiative zur gezielten Lehrlingsförderung, bei der 60 Lehrlinge der Wiener Hotellerie und Gastronomie mit einem Kursprogramm zusätzlich zur Ausbildung in den Lehrbetrieben und der Berufsschule optimal auf die Lehrabschlussprüfung vorbereitet werden, um coronabedingte Defizite auszugleichen.

Amuse-Bouche-Mastermind Piroska Payer: „Die Begeisterung der Lehrlinge über die von uns konzipierten Kurs-Module der Amuse Bouche Challenge zeigt uns allen, dass moderne Lernwege eine optimale Vorbereitung für eine erfolgreiche Lehrabschlussprüfung aber auch für eine spätere berufliche Karriere sein können.“  Mit der 2008 von ihr in Zusammenarbeit mit Repräsentanten der Wiener Spitzenhotellerie gegründeten Lehrlingsinitiative wurden bereits über 700 ausgewählte Lehrlinge aus ganz Österreich mit unterschiedlich konzeptionierten und organisierten Lehrlingsförderprogrammen, allen voran dem „Wettkampf der Top-Lehrlinge“, erfolgreich begleitet.

www.amuse-bouche.at

(Red)

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