10.04.2018

Sommelier-Rebellen begehren auf

Gut 50 Sommeliers aus den besten Häusern im deutschsprachigen Raum stellen sich explizit gegen die Österreichische Sommelier Union und gründen eine eigene Plattform.

 

Anfang April luden die Sommelier-Rebellen ins Steirereck. Kein Wunder, ist doch auch Steirereck-Sommelier René Antrag mit von der Partie. Dazu gehören noch: Matthias Pitra und Steve Breitze (MAST), Christian Zach (Die Weinbank), Andreas Katona (Amador), Alexander Koblinger (Döllerers Genusswelten), Thomas Juranitsch (Silvio Nickol, Coburg), Markus Gould (Heunisch & Erben), Gerhard Retter (Cordobar, Fischerklaus Lütjensee), Marco Franzelin (Vendome, Joachim Wissler) und viele weitere mehr. Sie alle eint ein Ziel: die Branche mit wertvollem Insider-Wissen, Tipps und Hintergrundinfos zu füttern und den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu ebnen. Denn nicht zuletzt profitieren von einer gestärkten Sommellerie die gesamte Gastronomie und somit auch der Tourismus.

Die neue Vereinigung übte vor allem Kritik an der bestehenden Situation: „Österreichs Sommelerie steht gut da, vor allem in der Spitze. Aber die Branche hat in den vergangenen Jahren einiges an Spirit eingebüßt. Es wurde versucht, das Berufsbild zu standardisieren. Gleichzeitig haben wir damit aber an Individualität verloren“, sagt René Antrag, Sommelier im „Steirereck im Stadtpark“. Eine Kritik, die nur an eine Adresse gerichtet sein kann: Die Österreichische Sommelier Union unter ihrer Präsidentin Annemarie Foidl.

Genau an diesem Punkt setzt die neue Vereinigung an und präsentiert mit „Kalk & Kegel“ eine neue Plattform. Die Sommeliers selbst fungieren als Autoren für die Plattform www.kalkundkegel.com – das garantiert Infos aus erster Hand. „Durch unsere tägliche Arbeit am Gast und den intensiven Austausch mit den Winzern sind wir sehr nah an den Themen dran. Ein Wissensvorsprung, den wir für die gesamte Branche zur Verfügung stellen“, sagt Christian Zach, Sommelier in der „Weinbank“ in Ehrenhausen.

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