14.07.2022

Sommelier WM 26 findet in Portugal statt

Während der jüngsten Generalversammlung der Weltverbandes ASI im japanischen Nagoya wurde die übernächste Ausscheidung an das iberische Land vergeben.

Anfang Juli wurde im japanischen Nagoya die planmäßige Generalversammlung der Association de la Sommellerie Internationale (ASI) abgehalten. Präsident William Wouters durfte Delegationen aus allen Kontinenten begrüßen. In einem ersten Statement betonte Wouters den familiären Charakter der weltgrößten Sommeliervereinigung. Und diese eingeschworene Familie bekam Zuwachs. So wurden die nationalen Verbände der Länder Kolumbien, Ecuador und Vietnam als Mitglieder mit sogenanntem „Beobachter“-Status in die ASI aufgenommen. Vom Beobachter- zum vollwertigen Mitglied wurde hingegen Kasachstan aufgewertet.

Gabriela Pozo, Präsidentin des ecuadorianschen Sommeliervereins, fiel ein Stein vom Herzen, als die Aufnahme feststand: „Wir haben so hart dafür gekämpft, dass unsere Stimme in dieser Weinwelt gehört wird, das macht alles jetzt nur noch umso schöner.“

Ihr Kollege Te Le Huy, Präsident der Vereinigung in Saigon, verwies auf die ruralen Anfänge, in denen sein Land in Bezug auf Wein noch steckt: „Wir sind zwar ein weinexportierendes Land brauchen aber im Gegenzug noch viel Sommelier-Know-how. Daher bedeutet diese Aufnahme in die ASI enorm viel, aktuell gibt es noch kein professionelles Sommeliertraining bei uns.“ Mit den neuen Mitgliedern besteht die ASI nun aus 65 nationalen Verbänden, die im Weltverband zusammengeschlossen sind.

Auf dem Programm der GV stand auch die Vergabe der Sommelier WM im Jahr 2026. In einem packenden Finale der Präsentationen zog Lettland knapp gegen Portugal den Kürzeren, positionierte sich aber für spätere Events in einer komfortablen Situation. Somit zieht der Sommeliertreck nach der WM im nächsten Jahr in Paris drei Jahre später in das Land auf der iberischen Halbinsel, das als fünftgrößtes Weinbauland auf reiche önologische Tradition zurückgreift.

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