17.02.2019

Sommelier-WM: Jechsmayr biegt in Zielgerade

In weniger als einem Monat findet in Antwerpen die Sommelier-Weltmeisterschaft statt. Österreichs Kandidat und bester Sommelier Andreas Jechsmayr befindet sich mitten in der Vorbereitung.

„Noch ist es etwas holprig, weil ich ja noch voll berufstätig bin“, so Andreas Jechsmayr im Gespräch mit HGV PRAXIS, „aber ich liege voll im Plan.“ Der Meistersommelier übt seinen Beruf im Landhotel Forsthof von Reinhold Baumschlager im oberösterreichischen Sierning aus. Jede freie Minute quasi wird mit dem Büffeln einer unerhörten Menge an theoretischem Stoff – alles auf Wein und Getränke fokussiert – verbracht.

In wenigen Tagen beginnt für Jechsmayr der Urlaub, der noch für die finale Phase der Vorbereitung intensivst genutzt wird: „Es werden noch zahlreiche Tastings mit meinen Trainern Thomas Breitwieser und Carole Stein durchgeführt, parallel dazu wird immer noch Theorie gepaukt und zusätzlich vertiefe ich mich noch in die Welt belgischer Biere und Weine“, so Jechsmayr zu HGV PRAXIS.

Als Gastgeberland wird diesbezüglich sicher etwas bei der WM kommen. Generell gilt so eine WM als die größte aller önologischen Herausforderungen, wie Andreas Jechsmayr betont: „Jeder Sommelier-Weltmeister trägt seinen Titel auf Lebenszeit, sitzt mit in der Wettbewerbsjury und arbeitet auch die Fragen mit aus.“ Da kann es dann schon mal zu Kniffligkeiten wie den Mindestanteil eines Jahrgangs bei chilenischem Wein, wenn dieser in die EU exportiert wird, kommen (laut Jechsmayr sind das 85 Prozent). Oder auch um Detailfragen des boomenden US-Weinmarktes. „Da tut sich so viel und in immer schnellerer Abfolge, dass man gar nicht so schnell mitkommt“, weist Jechsmayr im HGV PRAXIS-Interview auf viele neue Weinbaugebiete und Apellationen hin.

Seinen letzten offiziellen Auftritt hatte der Oberösterreicher im Jänner beim Sommelier-Tag, an dem er ein zweistündiges Referat über das Weinland Chile in freier Rede hielt. „Ich bin elf Jahre Lektor am Wifi in der Sommelier-Ausbildung“, so Jechsmayr zu HGV PRAXIS, „da muss man sowas ganz einfach beherrschen.“

Am 6. März geht’s nach Antwerpen, der Bewerb selbst startet am 10.

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