12.04.2019

Sonnentherme Lutzmannsburg bleibt in öffentlicher Hand

Die Sonnentherme Lutzmannsburg bleibe in öffentlicher Hand, bekräftigte Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. Als regionaler Leitbetrieb sei die Therme "ein wertvoller Impulsgeber für kluges wirtschaftliches Wachstum im Mittelburgenland.

„Eine Privatisierung kommt nicht in Frage", so Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in einer Aussendung. Denn die Sonnentherme sei "ein gutes Beispiel dafür, dass auch Unternehmen in öffentlicher Hand hervorragend wirtschaften können", argumentierte Doskozil. Insgesamt seien auf diesem Standort von öffentlicher Hand und privater Seite seit 1994 rund 111 Millionen Euro investiert und Arbeitsplätze für mehr als 400 Menschen geschaffen worden. Lutzmannsburg sei zu einer der wichtigsten Tourismusgemeinden des Landes geworden, so der Landeshauptmann: "Das Land wird als Eigentümer daher weiter in diesen Standort investieren, um für Wachstum, Wertschöpfung und Beschäftigung in der Region zu sorgen."

Rutschen mit Virtual Reality

Im Vorjahr war ein mehrstufiges Ausbauprogramm für den Thermenstandort im Ausmaß bis zu 28 Mio. Euro präsentiert worden. Zur ersten Etappe dieses Pakets, die Investitionen von knapp 6,5 Mio. Euro umfasst, gehört auch die Realisierung einer 202 Meter langen, am Donnerstag eröffneten Virtual Reality-Wasserrutsche.

In Vergangenheit hatte es einige Versuche gegeben, die im September 1994 eröffnete Therme zu privatisieren: 2007 suchte die damalige WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland AG) Kaufinteressenten. Ende 2010 war zwar ein Käufer gefunden, zum Closing kam es jedoch nicht, stattdessen investierte die WiBAG kräftig in den Ausbau. Im Herbst 2015 beschloss die inzwischen von SPÖ und FPÖ gebildete Landesregierung, das Angebot einer spanischen Investorengruppe nicht anzunehmen.

Im August 2016 wurden erneut Interessenten gesucht, im November 2016 hieß es, die Privatisierung der Therme werde "bis auf weiteres" verschoben. Bei der Präsentation der Ausbaupläne im Vorjahr schloss Wirtschaftslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) eine Privatisierung der Therme zwar bei einem "unwiderstehlichen Angebot" nicht aus. Das Land sehe aber keinen Grund von selbst aktiv zu werden, besonders nicht in einem laufenden Investitionsprozess, betonte er damals.

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