15.06.2021

Spatenstich für neue Bundesheerküche in Wals

In der Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim werden schon bald die Baumaschinen auffahren. Um 23 Millionen Euro wird eine neue Zentralküche als regionales Versorgungszentrum gebaut.

Anfang 2023 soll die Küche in Betrieb gehen. Von dort soll das Essen dann in zahlreiche andere Heeresstandorte geliefert werden.Derzeit gibt es in der Schwarzenbergkaserne – der größten Kaserne im Bundesland – vier Truppenküchen. Eine davon ist die Küche des Militärkommandos Salzburg. Dort wird noch für rund 300 Soldaten und Bundesheer-Bedienstete gekocht. In weniger als zwei Jahren soll diese Küche zusammen mit den anderen Küchen alten Küchen in Salzburgs größter Kaserne aufgelöst werden. Stattdessen soll eine neue, große Regionalküche ihre Aufgabe übernehmen.

„Wir betreiben derzeit vier Truppenküchen, die aber tatsächlich am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind. Wir haben da beispielsweise schon mit der Einhaltung von Hygienebestimmungen zu kämpfen“, schildert Salzburgs Militärkommandant Anton Waldner die Situation.

Ministerin: „Beseitigen Investitionsstau in den Kasernen“

Die neue zentrale Küche soll an der Stelle der bisherigen Unteroffiziersmesse in der Schwarzenbergkaserne entstehen. Gestern (14. Juni) erfolgte der offizielle Spatenstich für den Um- und Neubau.

„Wir investieren dafür vorerst 23 Millionen Euro, werden diesen Investitionskurs dann aber fortsetzen und 2022 in ganz Salzburg weitere mehr als 14 Millionen investieren, denn wir wollen den Investitionsstau in den Kasernen beseitigen“, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) beim Spatenstich.

Neue Küche soll Kasernen im ganzen Bundesland beliefern

Die neue Küche in der Schwarzenbergkaserne soll in weiterer Folge alle Kasernen im gesamten Bundesland mit Essen beliefern – und sogar darüber hinaus, sagt Militärkommandant Waldner: „Das Projekt geht davon aus, dass hier gekocht wird und auch die Finalisierungs-Küchen in den Kasernen St. Johann, Tamsweg oder auch in Ried (Oberösterreich) von hier aus versorgt werden.“ Betroffen seien auch die Heeresstützpunkte in Saalfelden und Hochfilzen, ergänzt Waldner. Lediglich „Tamsweg ist noch eine Wackelpartie, weil die (Kasernenküche – Anm.) ist bereits nach diesem Konzept umgesetzt und wird schon von der Heereszentralküche aus Klagenfurt beliefert“, so der Militärkommandant.

Für die neue Regionalküche in der Schwarzenbergkaserne werden weniger Mitarbeiter als in den vier bisherigen Küchen am Kasernengelände benötigt. Von den derzeitigen Bediensteten soll aber niemand den Job verlieren, heißt es beim Heer – natürliche Abgänge würden aber nicht nachbesetzt. Der Bau in der Schwarzenberg-Kaserne wird im Juli starten.

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