03.01.2020

Spitzenkoch Marc Veyrat verliert vor Gericht

Das Restaurant "Maison des Bois" muss sich zunächst weiterhin mit zwei statt drei Michelin-Sternen zufrieden geben. Die Richter schmetterten die Klage des Kochs gegen den Guide ab.

Der französische Spitzenkoch Marc Veyrat hat seinen Prozess gegen den Guide Michelin verloren. Das berichten mehrere Online-Medien mit Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP beziehungsweise auch die Allgemeine Hotel- und Gastronomiezeitung (ahgz). Ein Gericht in Nanterre urteilte demnach, dass Marc Veyrat nicht nachweisen konnte, dass ihm durch die Herabstufung seines Restaurants ein Schaden entstanden sei.

Veyrats Restaurant "Maison des Bois" in Manigod bei Annecy hatte im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit langer Zeit nicht die Höchstauszeichnung von drei Sternen des Michelin verliehen bekommen und deswegen geklagt. Stattdessen muss der für seinen breitkrempigen schwarzen Hut bekannte Koch sich nun mit nur zwei Sternen zufrieden geben. Veyrat hatte dem Michelin-Führer vorgeworfen, mit der Herabstufung einen Fehler gemacht zu haben, und den Rechtsweg eingeschlagen. Auch warf er den Testern vor, dass sie bei einen seiner Soufflés traditionelle französische Käseprodukte für englischen Cheddar-Käse gehalten hätten.

Der Guide hatte daraufhin mitgeteilt: "Wir möchten daran erinnern, dass unsere vorrangige Aufgabe darin besteht, die Verbraucher zu informieren - das hat uns dazu veranlasst, unsere Empfehlung zu ändern."

Zudem wollte der Spitzenkoch die genauen Gründe für den Entzug des Sterns wissen. So verlangte der er, dass die Testprotokolle offengelegt werden. Außerdem hatte er einen symbolischen Euro Schadenersatz gefordert. Dem kam das Gericht nun nicht nach. "Kein Student würde sich mit einer Benotung einverstanden erklären, wenn er nicht die Benotungskriterien und die Punkteskala kennt. Dasselbe gilt für Chefkoch Marc Veyrat", hieß es in einem Statement von Veyrats Anwalt auf die Entscheidung.  (ahgz/rk)

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