24.06.2021

Superbude in Wien

Nach fünf Jahren Planung hat das „Superbude Hotel & Hostel & Home Wien Prater", direkt am Wurstelprater, eröffnet. Das Design der deutschen Hotelmarke ist hip, das Konzept lässt „hotelgewohnte" Grenzen verschwimmen.

© Atelier Karasinski
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Die Lobby als Wohnzimmer mit Kaminrakete und skurrilen Objekten, Stockwerke, die unterschiedlicher nicht sein könnten, „Buden" – also Zimmer – für alle Gästekonstellationen und Stimmungen, dazu ein Café sowie ein Hotel im Hotel – das alles und noch mehr ist Superbude Wien Prater. Mit 178 Buden in 17 Varianten hat sich ein ambitioniertes Team daran gemacht, Räume zu gestalten, die überraschen. Geschafft wurde das in Zusammenarbeit mit Laura Karasinski (Atelier Karasinski) und Gerd Zehetner (archiguards). Doch auch die jüngste Generation der Wiener Kunstschaffenden hat bei der Umsetzung des Konzeptes eine große Rolle gespielt. So wurde für die Wandgestaltung in den Zimmern mit Studierenden der Universität für Angewandte Kunst gearbeitet.

„Die Zimmer sind für die Budengäste die Homebase am Prater. Stockweise gestapelte Campingplätze mit Wohnwägen, Schlafkojen, Baumhäusern und Themenbuden warten hier. Kehrt man aus dem Großstadt-Dschungel zurück, treffen sich abends die Weltenbummelnden am Feuer in der Lobby – erzählen, lachen, weinen – und beraten den nächsten Tag“, so Laura Karasinski und Gerd Zehetner.

Die große Budenvielfalt

Man findet zahlreiche Buden mit Glamping-Charakter, für die ein Stahlrohrbett im Wohnwagenlook entwickelt wurde. Ein Disco-Zimmer bietet Spiegelkugeln an der Decke und ein Bett für fünf Personen. In der Kinobude findet sich ein fünf Meter breites Bett mit einer Mega-Leinwand sowie einer breit aufgestellten Sammlung des österreichischen Films. Supersense, Radiosender FM4 und die Wochenzeitung Der Falter sind jeweils mit einer eigenen „Bude“ im Haus vertreten, die individuell gestaltet wurden:

Ganz im Sinne des Ungewohnten findet man in der Superbude auch eine „Artist in Residence“-Bude, die nur gebucht werden kann, wenn sie gerade nicht von ihnen bewohnt wird. Hier können Kunstschaffende auf 60 Quadratmeter wohnen, wobei ihnen ein integriertes Atelier zur Verfügung gestellt wird. Seine Spuren zu hinterlassen und das Residence-Zimmer selbst zu einem Kunstwerk werden zu lassen, ist ausdrücklich erwünscht. Und mit dem „Hôtel Karasinski" hat sich Designerin Laura Karasinski einen Traum erfüllt: In ihrer Suite, die auch über ihre Website buchbar ist, findet man die Essenz der „Atelier Karasinski“-Welt. Es wird monatlich kuratiert, um jedem Gast eine neue Überraschung zu hinterlassen.

Von den Möbeln, die zu einem großen Teil Secondhand gekauft wurden, bis zu den Leih-Fahrrädern, die von der Fahrradwerkstatt „Zweirad Heimat“ wieder instand gesetzt, viele Geschichten erzählen können, wurde auf Vorhandenes zurückgegriffen und ressourcenschonend eingerichtet. Auf Bio-Fairtrade Bettwäsche und Grown Alchemist Naturkosmetik als Seife, Shampoo und Duschgel ist ebenso geachtet worden.

Abheben mit Pionieren

Gleich beim Betreten der Lobby spiegelt sich das Konzept der Superbude in allen Facetten: Dabei versteht sich die Lobby nicht als Ankunftshalle, sondern als Veranstaltungsraum und Begegnungsort innerhalb der Stadt, die hier mit dem Erzählen von Geschichten und Persönlichkeiten integriert wurde. Diese besondere DNA findet sich in allen Ecken des Hauses wieder. Manchmal erst auf den zweiten Blick. Zentrales Motiv ist das Abenteuer Reisen, das in der Superbude Wien Prater mit dem ersten Ballonfahrer Österreichs, Johann Georg Stuwer, zum Leben erweckt wird. Stuwer wurde zu Zeiten Maria Theresias wegen seiner großen Feuerwerke bekannt, die er im Prater abhielt. Als Abenteurer galt er später mit seinem selbst entwickelten Heißluft-Fesselballon. Das Thema Ballon ist auch immer wieder in der Superbude zu finden.

Beim Ballonfahren braucht man einen Brenner, um den Ballon steigen lassen zu können. Deswegen entstand in der Superbude das Tagesbeisl Brenner mit kanzelartiger Vitrine im Lobby-Bereich, das sich dem Wiener Klassiker – Ei im Glas – mit aller Ausführlichkeit widmet und mit vielen weiteren Snacks lockt. Und mit der Rösterei Jonas Reindl wurde gleich eine eigene Röstung kreiert.

Ebenso vielseitig sind die Besprechungsräume im Haus, die auch als Konferenz- oder Karaokeräume genutzt werden können. In einem von ihnen begegnet man den Malereien des Wiener Künstlers Franz Zadrazil, die Wien abseits des Hochglanzes der Ringstraßen zeigen. Dazu gibt es ein Kuriositätenkabinett sowie eine Dachterrasse für private Veranstaltungen. In der obersten Etage wartet das NENI am Prater mit Feuerküche und großer Dachterrasse auf.

Über Superbude

2006 etablierte sich die erste Superbude in Hamburg. Das Gefühl, bei Freunden zu Besuch zu sein, verbunden mit Hostel-Flair sowie etwa einem „Vertrauenskonzept“ bei der Abrechnung der konsumierten Getränke und Speisen, ist Herzstück dessen, was sich mittlerweile dreimal in Hamburg und nun auch in Österreich findet. Neben 25hours-Erfinder Kai Hollmann sind Christian Lainer, Florian Kollenz und Michael Todt Gründer und Initiatoren der Superbude Prater.

www.superbude.com

(Red)

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