15.09.2021

Suwi kostet sich wieder zum Sieg

Er wollte es noch einmal wissen und es zahlte sich aus: Der Tiroler Suvad „Suwi“ Zlatic sicherte sich bei der Kür zum „Besten Sommelier Österreichs“ nach 2014 erneut den Titel.

Damit ist klar wer Österreich bei den kommenden Wettbewerben auf internationaler Ebene vertreten wird. Sowohl bei der Europameisterschaft der besten Sommeliers, die heuer noch auf Zypern (15. bis 19. November in Limassol) über die Bühne geht, als auch bei der nächsten ASI Weltmeisterschaft (8. bis 13. Mai 2022) in Frankreich wird der kampferprobte Wettbewerbssommelier die heimischen Fahnen vertreten.

„Es ist schön, zurück zu sein“, sagt der frisch gebackene „Beste Sommelier Österreichs“ Suvad Zlatic. „Der Titel bedeutet mir jetzt noch mehr als 2014, weil ich 2018 den Sieg knapp verpasst hatte und jetzt durch Corona ein Jahr länger auf die Gelegenheit warten musste, mich zu beweisen.“

Das gefährliche Depot von Tignanello

Gleich bei der ersten Aufgabe des Finales war Degustationserfahrung gefragt, als drei Getränke blind zu verkosten und zuzuordnen waren – Diplomatico Rum Reserve Exclusiva, St. John Commandaria (zypriotischer Süßwein) und Stiegl Goldbräu. Weiters war einer Gruppe von Gästen eine Magnumflasche Chianti Classico Riserva Tignanello Tenuta Antinori 2008 zu servieren, allerdings mit einer Falle – einer der Gäste nahm dem Sommelier „vor Begeisterung“ die Weinflasche aus der Hand und bewegte sie. Dadurch wurde das Depot aufgewirbelt und diese Flasche konnte nicht mehr serviert werden – trotz Wettbewerbsstresses und Zeitdrucks durfte das den Kandidaten nicht entgehen.

Wie schaut der Kellermeister von Laurent Perrier aus?

Eine andere Aufgabe war es, eine fehlerhafte Weinkarte zu korrigieren, bei der es etwa zu wissen galt, dass der Champagner Krug Clos du Mesnil 1999 nicht produziert wurde und Krug in Reims zu Hause ist, nicht in Ambonnay – oder, dass der Super Tuscan Solaia 1967 nicht existieren kann, da er erstmals 1978 produziert wurde. Spannend wurde es auch nochmal in der letzten Runde, als den drei Kandidaten Bilder von namhaften Weingütern und Persönlichkeiten aus der Weinbranche gezeigt wurden und sie diese erkennen mussten – beispielsweise das Etikett Mouton Rothschild 2018 des Künstlers Xu Bing, den Kellermeister des Champagnerhauses Laurent Perrier, Michel Fauconnet, oder Coravin-Erfinder Greg Lamprecht. Schließlich überzeugte Suvad Zlatic die Jury sowohl durch seine Kompetenz als auch durch seine mentale Stärke und das souveräne Auftreten als Gastgeber.

Sandra Mikic ist bester Rookie

Unmittelbar bevor die Sommelier-Profis an den Start gingen, schnupperte die junge Generation Wettbewerbsluft. Hier bezogen sich die theoretischen und praktischen Aufgaben auf das Weinland Österreich und waren darin durchaus tiefgründig. Als Siegerin konnte Sandra Mikic gekürt werden, eine Absolventin der HLTW 13 Bergheidengasse in Wien. Platz zwei ging an Patricia Widmer (Seejungfrau Jois) und Platz drei sicherte sich Sophie-Christin Winkler (Heuriger zum Heideboden, Gols).

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