06.08.2018

Tag des Champagners am Wallersee

Für den Ordre des Côteaux de Champagne ist der Ehrentag des Schaumweines am 4. August eine logische Verpflichtung. Gefeiert wurde heuer bei Drei-Hauben-Koch Emanuel Weyringer.

Trotz tropischer Temperaturen jenseits der dreißig Grad ließen es sich rund zwei Dutzend Mitglieder des Champagnerordens nicht nehmen, diesen Tag zu feiern. Schauplatz des kulinarischen Hochgenusses war Henndorf am Wallersee im Salzburger Flachgau, wo Koch-Shootingstar Emanuel Weyringer am Ufer des Sees sein gleichnamiges Restaurant betreibt. Der Gault Millau attestiert dem Cuisinier „momentan in Höchstform“ zu kochen und davon ließen sich die Champagnerfreunde in der Tat beeindrucken.

Spannende Fusionsküche

Es begann mit einem Top-Produkt, das direkt vor der Haustür „gedeiht“: einer Seeforelle aus dem Wallersee, in erfrischender Apfelbeize und mit Avocado-Kiwi-Creme abgerundet; ein echtes Highlight war die Kirschentarte mit Gänseleber, die mit einer Verjus-Sauce ein absolutes Geschmackserlebnis bildete. Der in der Gärung unterbrochene Verjus mit seinen ungestümen Aromen, seinem wilden Säure-Süße-Spiel, erfuhr von der zartschmelzenden Gansleber eine hochklassige Bändigung; weiter ging’s mit Eierschwammerln, Weinbergschnecken, die beide mit Akazien-Honig abgeschmeckt waren und von einem perfekt gereiften Brillat-Savarin die nötige Würzigkeit bekamen. Seine Fusions-Kompetenz untermauerte Weyringer mit einer in Malz glacierten Taube, samt pikanter Salsa und Mango-Zwiebelcreme – ein geschmackliches Wechselspiel voll Spannung, das einen geschulten Gaumen erforderte. Die im Anschluss gereichten Marillenknödel holten die kulinarisch weit Gereisten wieder gekonnt nach Hause zurück.

Herrliche Terrasse mit Seeblick

Dignitaire Johann Dobersberger dankte nicht nur dem Meisterkoch herzlichst für diese große Leistung, sondern auch Yves Weisang, der als Repräsentant des Champagnerhauses „Daniel Dumont“ herrliche Kreszenzen zur Verfügung stellte. Auch wenn viele mit einem Sprung in den angrenzenden See liebäugelten, war Weyringers Terrasse dennoch der bessere Platz, weil das Wasser immerhin 30 Grad hatte.

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