06.10.2020

Tourismuseinnahmen sanken um ein Drittel

Die Tourismuseinnahmen gingen von Mai bis August laut einer aktuellen Wifo-Schätzung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nominell 31,7 Prozent auf 7,22 Mrd. Euro zurück.

Den stärksten Umsatzrückgang gab es laut Wifo in Wien mit 81,1 Prozent, den niedrigsten in Kärnten (13,7 Prozent). Aufgrund der Pandemie verreisten die Österreicher heuer deutlich häufiger im eigenen Land als 2019. Einen verhältnismäßigen niedrigen Rückgang bei den Tourismuseinnahmen von Mai bis September verzeichneten auch die Steiermark (17,4 Prozent) und das Burgenland (18,4 Prozent).

Die Umsatzeinbußen Tirols und Vorarlbergs beliefen sich trotz starker Abhängigkeit von ausländischen Herkunftsländern (Nächtigungsanteil 85,8 Prozent bzw. 84,0 Prozent) dagegen "nur" auf rund ein Viertel, schreibt das Wiener Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) in seiner aktuellen Analyse.

In Nieder- und Oberösterreich ging die Zahl der ausländischen und inländischen Gäste deutlich zurück, die Umsätze verringerten sich um 39,2 Prozent bzw. 31,3 Prozent. In Salzburg brachen die Übernachtungen von ausländischen Gästen ein, das Geschäft mit inländischen Gästen blieb stabil. Unterm Strich verzeichnete Salzburg einen Tourismus-Einnahmeneinbruch von rund einem Drittel.

Gegenüber 2019 verschob sich die Gewichtung der Herkunftsländer merkbar. Stammten im Vorjahr noch 70,1 Prozent der österreichweiten Nächtigungen von Mai bis August von internationalen Gästen, lag dieser Anteil heuer 10 Prozentpunkte niedriger.

 

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