25.04.2021

Touristenort protestiert gegen Netflix-Serie

Der australische Badeort Byron Bay gilt als eines der beliebtesten Surferparadiese weltweit. Eine geplante Fernsehserie des Streamingdienstes Netflix stößt bei der Bevölkerung jedoch auf heftige Ablehnung.

Normalerweise reißen sich die Locations weltweit darum, Drehort des Streamingdienstes Netflix zu sein. Nicht so allerdings im Surferparadies Byron Bay an der australischen Ostküste südlich von Brisbane. Der Streamingdienst Netflix will hier eine eigene Serie mit Instagram-Influencern drehen.Netflix will in seiner Doku-Soap-Serie „Byron Baes“ Influencer porträtieren. Versprochen werden „Kämpfe, Seitensprünge und Herzschmerz“. Es sei ein „Liebesbrief“ an die Küstengemeinde. Diese Liebeserklärung weisen die Bewohner von Byron Bay zurück. Fast 8.000 Menschen unterzeichneten eine Onlinepetition, die den Gemeinderat auffordert, der Serie keine Drehgenehmigung zu erteilen. Auch einige lokale Unternehmen schlossen sich dem Protest an. Sie wollen keine Dreharbeiten auf ihrem Gelände zulassen.

Schon in den vergangenen Jahren zog Byron Bay zahlreiche Stars wie die Schauspieler Chris Hemsworth und Zac Efron an. Das gestiegene Interesse an dem Ort führte zu steigenden Hauspreisen. Viele Einheimische können sich die Unterkunft nicht mehr leisten. Sie befürchten nun, dass sich mit der Serie Umweltprobleme und der Wohnungsmangel noch beschleunigen könnten.

Mit ihren Surfbrettern demonstrierten Teile der Bevölkerung am Dienstag gegen die Serie. Rund hundert Surfer paddelten ins Meer und formten ein Symbol für Abbruch. Es werden negative Auswirkungen auf den Badeort an der Ostküste Australiens befürchtet.

„Sie würden sich schwertun, auch nur eine Person zu finden“, die den Plan des Streamingdienstes unterstützt, sagte Bürgermeister Simon Richardson gegenüber dem öffentlich-rechtlichen Sender ABC. Die Region ziehe bereits jetzt 2,5 Millionen Besucher pro Jahr an und brauche keine zusätzlichen Touristen, die von einer „stumpfsinnigen Vision“ angezogen würden.

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