22.12.2021

TQSR hebt „Rosehill“ Haag aus der Taufe

Mit der Inbetriebnahme des Neubaus der Autobahnstation Haag hat der Rosenberger-Eigentümer TQSR das jähe Ende der legendären Rastsättenmarke eingeläutet.

Das dicht mit Moos bewachsene Walmdach kündete – von weithin bereits sichtbar – von der Tatsache, eine Modernisierung täte dringend Not. Nach etwas mehr als einem Jahr Bauzeit glänzt an der Autobahnstation Haag (A1, Richtungsfahrbahn Wien im Mostviertel) ein nagelneuer Nutzkomplex, der – außer einem Schriftzug unter mehreren – in nichts mehr an den legendären Raststätten-Gründer Heinz Josef Rosenberger erinnert.

Es grenzte schon an einer Sensation als Wolfgang Rosenberger in den anfänglichen 1970-Jahren wenige Kilometer von Haag entfernt in St. Valentin mit dem „Holiday Hotel“ Österreichs erste Raststätte – in Anlehnung an einen amerikanischen Diner – eröffnete. Durch den plötzlichen Tod seines Bruders sah sich Heinz J. Rosenberger, damals noch in Kanada arbeitend, in der Verantwortung zurückzukehren und das Erbe seines Bruders fortzuführen. Der Rückkehrer startete einen beispiellosen Siegeszug, der Österreich zum Vorzeigeland für Autobahn- bzw. Reisegastronomie machte. In St. Pölten entstand das erste Marktrestaurant, das für opulentes Angebot und absolute Frische stand. Am Gipfel des Erfolgs standen 32 Autobahnstationen von Hohenems bis Großram. Der Rosenberger-Schriftzug wurde zum Inbegriff erfolgsorientierter Hochfrequenz-Gastronomie, der unzählige Nachahmer fand. Nicht umsonst waren Heinz J. Rosenberger und Mövenpick-Gründer Ueli Prager enge Freunde. Dem plötzlichen Tod Rosenbergers 1999 folgte die Aufspaltung des Unternehmens zu gleichen Teilen, worunter ein Part mit neuem Namen durchstarten musste: Wolfgang Rosenberger jr. gründete die Marke „Landzeit“. Die Rosenberger-Betriebe wurden in der Folge an chinesische Investoren verkauft und landeten schlussendlich bei der Wiener TQSR Group, einem Quick Service Restaurant-Spezialisten mit mehreren Marken, darunter auch Burger King.

Mehrmarkenkonzept unter einem Dach

Mit der Inbetriebnahme des landesweit ersten Rosehill Foodparks läutet TQSR eine neue Ära an Österreichs Autobahnen ein. Am ehemaligen Rosenberger-Standort an der A1 in Haag steht nun ein Fast Casual Multimarken-Restaurant. Neben fünf Gastronomie-Marken, wie u.a. Burger King, Rosenberger und Coffeeshop Company auch ein eigenes WC-Konzept namens The Loo, das für ein behagliches Sanitärgefühl sorgen soll. Rosehill soll als neues Gastro-Konzept Vielfalt, Innovation und Modernität unter einem Dach ausstrahlen. Außerdem sagt die Raststätte überteuerten Autobahn-Preisen den Kampf an. Bereits im kommenden Jahr folgen weitere Rosehill Foodparks, die österreichweit den Platz bestehender Rosenberger-Raststationen einnehmen werden.

„Auslöser für die Entwicklung von Rosehill war die Erkenntnis, dass das bestehende Gastronomieangebot auf Österreichs Autobahnen bereits seit Jahren nicht mehr zeitgemäß ist. Baulich befinden sich die heimischen Raststätten in einem teils maroden Zustand. Vor allem aber die Qualität der Speisen, überteuerte Preise, lange Zubereitungszeiten sowie der Zustand der WCs werden den Ansprüchen einer modernen, schnelllebigeren Gesellschaft nicht mehr gerecht“, erklärt Hartmut Graf, CEO der TQSR Group, im Gespräch mit Stammgast.Online.

Rosehill ist auf Fortschritt und Innovation getrimmt

Rosehill soll vor allem Fortschritt und Qualität widerspiegeln. Betrieben durch eine Photovoltaikanlage, verfügt das Konzept über digitale Menü Boards und Infoscreens mit aktuellen Wetter-News sowie digitale Bestellterminals. Mit einer nachhaltig gestalteten, hellen, offenen und einladenden Architektur, geprägt von Eleganz und Zeitgeist, wurde eine moderne Umgebung geschaffen, die den Foodpark zur Genusswelt und zu einem Ort mit Wohlfühlcharakter macht.

Das Konzept fußt in seinen Grundzügen auf dem „Fast Casual Dining“-Ansatz. Es verbindet frische und qualitativ hochwertige Produkte aus der Fullservice- mit dem Geschwindigkeitsaspekt der Quick Service-Systemgastronomie. Die offene, einladende Bauweise und der damit verbundene Front-Cooking Ansatz, bei dem eine Vielzahl der Speisen frisch vor den Augen der Gäste zubereitet wird, tragen abermals zum Fast Casual Restaurant-Gedanken bei.

Einzig hinsichtlich seiner Preisgestaltung sucht Rosehill den Unterschied. Hartmut Graf:

„Während sich Fast Casual Dining üblicherweise auch dadurch auszeichnet, dass die höhere Produktqualität und Geschwindigkeit in entsprechend höheren Preisen resultieren, gehen wir einen anderen Weg: Durch effizient gestaltete Prozesse und eine hohe Besucher-Frequenz gelingt es uns mit attraktiven, leistbaren Preisen dem überteuerten Preisniveau auf Österreichs Autobahnen den Kampf anzusagen. Ziel der Markenvielfalt soll sein, jedem Teil der Bevölkerung ein passendes Angebot zu unterbreiten, sodass eine Pause jedem Reisenden einen besonderen Mehrwert bietet.“

Zwei zusätzliche Marken

Bei der Namensentwicklung Rosehill Foodparks hat die Marke Rosenberger eine wesentliche Rolle gespielt, beteuert Hartmut Graf: „Rosehill“ ist eine Hommage an die Marke Rosenberger, die über Jahrzehnte die österreichische Autobahnlandschaft geprägt hat. Rosehill ist die modern interpretierte, international ausgerichtete Dachmarke eines darunter angesiedelten Multimarken-Konzepts, das verschiedene Food-Marken wie Rosenberger und Burger King unter einem Dach vereint.“

Mit Fast’and’Fresh & Presto Cucina Italiana gesellen sich zwei Newcomer unter das Markendach. Fast’and’Fresh steht für alle, die sich bewusst ernähren und dabei keine Kompromisse beim Geschmack eingehen wollen. Ob proteinreich, low-carb, kalorienarm oder vegan – das hippe und auf köstliche Bowls spezialisierte Food-Konzept trifft mit seinen frischen und vielfältigen Zutaten den Puls der Zeit.

Presto Cucina Italiana hingegen beitet jedem Gast ein kleines Stück „bella italia“. Frische Zutaten, wie sonnengereifte Tomaten, ausgewählte italienische Kräuter und Grana Padano machen die ofenfrischen, selbst entwickelten Pizzeritos und geschmackvollen Pasta-Kreationen zu einem kulinarischen Erlebnis.

Umbenennung aller Rosenberger-Standorte geplant

Ziel von TQSR ist es, sämtliche bestehende Rosenberger-Standorte in den kommenden zwei bis drei Jahren in Rosehill Foodparks umzugestalten. So sollen im kommenden Jahr die Standorte in St. Pölten, Eisentratten und Hohenems schrittweise umgewandelt werden.

Diesen Transformationsprozess setzte TQSR trotz Pandemiebedingungen konsequent um. Hartmut Graf zu Stammgast.Online: „Wie ein Großteil der Gastronomie hat auch Rosenberger unter den Covid-Beschränkungen gelitten. Ein stark gesunkener Reiseverkehr, teils bedingt durch geschlossene Landesgrenzen, hat zu einer massiven Reduktion der Gästeanzahl geführt. Mithilfe von Kurzarbeit und anderer staatlicher Hilfen ist es der TQSR Group letztlich gelungen, den Betrieb fortzuführen und zeitgleich die Transformationsphase hin zum neuen Rosehill-Konzept einzuleiten.“

Wer ist TQSR?

Die TQSR Group ist eine Gesellschaft, der im Eigentum der Familie des Wiener Wirtschaftsanwalts Dr. Dieter Spranz stehenden, Theophil Group und ist die zentrale Holdinggesellschaft der Gruppe für den Geschäftsbereich mit Schwerpunkt Gastronomie. Seit 2015 ist die TQSR Group (Theophil Quick Service Restaurants) als Masterfranchisenehmer von Burger King in Österreich tätig. 2019 übernahm das Unternehmen die im chinesischen Besitz befindlichen Rosenberger Autobahn-Restaurants sowie 2021 die Coffeeshop Company von der Familie Schärf. Aktuell betreibt TQSR 27 eigene Burger King-Filialen, zwölf Rosenberger Raststätten, zwei Coffeeshop Company-Standorte, einen Rosehill Foodpark sowie mit 24/7 Shop N’ Go ein Automatensystem und beschäftigt rund 1000 Mitarbeiter. Für 2022 ist die voranschreitende Expansion der drei TQSR-Marken (Burger King, Coffeeshop Company und Rosehill Foodpark) geplant.

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