19.03.2020

Transgourmet schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Beim Großhändler werden Umsatzeinbrüche von bis zu 70 % bis in den Sommer hinein befürchtet. Ab 23. März werden daher 1.680 der 1.800 Mitarbeiter vorerst für drei Monate in Kurzarbeit geschickt.

Durch diese Maßnahme soll die krisenhafte Situation durch den Wegfall der Gastronomie-Umsatze bewältigt, Arbeitsplätze langfristig gesichert und das Unternehmen wirtschaftlich stabilisiert werden, heißt es in einer Presseaussendung. „Unsere stärksten Kundenzielgruppen Restaurants, Gasthäuser und Hotels fallen fast zur Gänze aus“, erklären die Transgourmet-Geschäftsführer Manfred Hayböck und Thomas Panholzer.

„Wir haben große Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und deren Familien sowie für unser Unternehmen. Unser oberstes Ziel lautet, Arbeitsplätze zu erhalten und die Einkommenssituation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu gewährleisten.“ Man müsse realistisch davon ausgehen, dass sich die Situation erst im Sommer wieder entspannen wird.
  
Kurzarbeit in Abstimmung mit Betriebsrat

Gemeinsam mit dem Betriebsrat wurde beschlossen, dass beinahe alle Mitarbeiter inklusive der leitenden Angestellten ab dem 23. März für drei Monate das Covid-19 Kurzarbeitsmodell in Anspruch nehmen werden. Aufgrund rechtlicher Vorgaben sind lediglich Mitarbeiter in Altersteilzeit, karenzierte Mitarbeiter und geringfügig Beschäftigte von der Kurzarbeit ausgenommen; außerdem die Geschäftsführung und freigestellte Betriebsräte.

Thomas Panholzer und Manfred Hayböck als Geschäftsführer von Transgourmet Österreich sowie Johannes Starrermayr, Geschäftsführer von Gastro Profi und die freigestellten Betriebsräte Martin Gstöttner und Ronald Freudenthaller verzichten in der Zeit der Kurzarbeit freiwillig auf 20 Prozent ihres Gehalts.

Die Beschäftigten wurden bereits umfassend informiert und tragen diese Maßnahme mit, betont man bei Transgourmet. „Unser Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, so Hayböck und Panholzer. 

(Red)
 

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten