29.07.2019

Übergangsfrist für Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie

Als wichtig und richtig bezeichnet ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer die in Aussicht gestellte Nachsicht bei der Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie PSD2.

Einsicht bei der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) und der Finanzmarktaufsicht (FMA), dass der Großteil der Betriebe in Österreich und ganz Europa noch nicht fit für die PSD2-Umstellungen sind. Die neue Regelung für Online-Zahlungen hätte ursprünglich per 14. September in Kraft treten sollen. Aufgrund der aktuellen Lage wird es eine Übergangsfrist geben, deren genaue Dauer noch zu definieren ist. „Das war die richtige Entscheidung. Von einer überhasteten justament-Umsetzung hätte niemand profitiert“, freut sich Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), dass die Bemühungen der Branche gefruchtet haben.

Die Situation in der Top-Hotellerie veranschaulicht jüngst eine ÖHV-Mitgliederumfrage:

•    18 % der Zahlungen sind von der Umstellung betroffen.
•    12 % der Top-Hotels fühlen sich in Sachen PSD2 gut informiert und betreut.
•    39 % der Top-Hotels haben davon gehört, kennen die Inhalte aber nicht genau.
•    49 % der Top-Hotels haben davon noch nicht gehört.

Zeit nutzen, um die Branche PSD2-fit zu machen

Mit dem Wissen um die Lage der Betriebe wäre laut Reitterer die angepeilte Umsetzung mit Mitte September unverantwortlich gewesen. Jetzt sei es wichtig, die gewonnene Zeit zu nützen, um die Branche auf die anstehenden Änderungen bestmöglich vorzubereiten. „Seit einiger Zeit läuft bei uns eine große Infokampagne über alle Kanäle. Auch wir werden hier nochmal einen Zahn zulegen“, wünscht sich die ÖHV-Präsidentin volles Engagement von allen Beteiligten im Prozess.

 

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