14.12.2020

Überraschender CEO-Wechsel bei Kempinski

Bernold Schroeder ist neuer Vorstandsvorsitzenden und Chief Executive Officer ad interim von Kempinski Hotels. Die Nachricht folgt auf die Entscheidung des Kempinski-Aufsichtsrats, sich von dem bisherigen Chief Executive Officer Martin R. Smura zu trennen. 

Nach nur rund eineinhalb Jahren an der Spitze von Europas ältester Luxushotelgruppe verlässt Martin R. Smura das Unternehmen. Laut ahgz sei der Grund Differenzen zwischen dem CEO und dem Aufsichtsrat über die strategische Ausrichtung von Kempinski, konkret um die geplante Expansion mit der Unternehmensgruppe 12.18.

„Der Aufsichtsrat ist zuversichtlich, dass Bernold Schroeder dank seines fundierten Know-hows im Asset-Management, schnellen Handlungsbewusstseins und seiner Sensibilität für Qualität und Handwerk das Unternehmen erfolgreich voranbringen wird“, erklärt Abdulla H. Saif, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kempinski AG zur Ernennung von Bernold Schroeder. 

Schroeder ist seit Mai 2017 bei Kempinski und verantwortete als COO das Europageschäft. Zudem war er Mitglied des Vorstands der Kempinski AG und stellvertretender Vorsitzender des Management Boards der Kempinski Hotels SA. Davor verantwortete er als CEO unter anderem die Geschäfte der Pan Pacific Hotels Group und von Jin Jiang International Hotel Management. 

In seiner Amtszeit soll sich Bernold Schroeder auf eine bessere Profitabilität, eine nachhaltige Unternehmensleistung sowie ein langfristiges Wachstum fokusieren. „Das Unternehmen ist nun gut aufgestellt, um seine Strategie zu konsolidieren und seine langfristigen Wachstumspläne auf neuen Wegen zu verfolgen, wobei die Kempinski-Kernwerte wie Vertrauen, Geschäftsethik und Integrität stets im Vordergrund stehen“, verlautbart Kempinski in einer Presseaussendung.

„Das Unternehmen bewegt sich seit Jahren mit traumhafter Sicherheit von Führungskrise zu Führungskrise“, wie ahgz-Chefredakteur Rolf Westermann schreibt. Seit dem Abgang von President und CEO Reto Wittwer hat das Unternehmen bewegte Jahre hinter sich. Von 2015 bis 2016 gab es eine Schlammschlacht mit Korruptionsvorwürfen, Klage, Gegenklage, Auswechslung der Vorstands- und Aufsichtsratschefs sowie der vollständigen Rehabilitation von Wittwer. Dann kam die Zeit von Vorstandschef Markus Semer, der sich mit starkem  Wettbewerbsdruck auch von Seiten der Eigentümer auseinandersetzen musste und in dessen Zeit mehrere Häuser abhanden kamen. Smura löste im Sommer 2019 den glücklosen Semer ab. 

 

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