13.11.2020

Umsatzersatz auch für Privatzimmervermieter, Urlaub am Bauernhof und Heurige

Das Hilfsinstrument des Umsatzersatzes wurde nun auf weitere Bereiche ausgeweitet. Die Antragsstellung und Abwicklung erfolgt über die AMA.

Privatzimmervermieter, die im eigenen Haushalt private Gästezimmer oder Ferienwohnungen mit höchstens zehn Betten vermieten und nicht der GewO 1994 unterliegen (rund 38.000 in ganz Österreich, davon rd. 30.000 Anspruchsberechtigte) können den Umsatzersatz nun ebenso beantragen wie Anbieter von Urlaub am Bauernhof (bis zu 8.500), Heurige und Buschenschankbetriebe (bis zu 3.500).

Den 80-prozentige Umsatzersatz für den Monat November sollen Privatzimmervermieter bekommen, die im eigenen Haushalt private Gästezimmer oder Ferienwohnungen mit höchstens zehn Betten vermieten und nicht der Gewerbeordnung (GewO 1994) unterliegen. Über Airbnb vermietete Zimmer oder Wohnungen seien übrigens meistens nicht im eigenen Haushalt. 

Die Beantragung soll ab Mittwoch, den 18. November möglich sein. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger: „Die Antragstellung und Abwicklung wird über die AMA erfolgen, die für diese Betriebe auch schon die Unterstützungen aus dem Härtefallfonds erfolgreich abgewickelt hat. Wir helfen den Betrieben mit dieser Ausweitung, dass sie bestmöglich durch den Lockdown und die anhaltende Corona-Krise kommen.“

Rahmenbedingungen

  • Ein Umsatzersatz wird gewährt, sofern der Antragsteller gemäß COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung direkt betroffen ist.
  • Der Betrachtungszeitraum für den Umsatzersatz ist der November 2020.
  • Die Höhe des Lockdown-Umsatzersatzes entspricht 80 Prozent des zu ermittelnden Umsatzes des vergleichbaren Vorjahreszeitraums der erfassten Tätigkeitsbereiche, 
  • Die Inanspruchnahme eines Umsatzersatzes führt nicht zu einem Ausschluss vom Härtefallfonds. 
  • Kriterien und Voraussetzungen werden aktuell in einer eigenen Richtlinie festgelegt.

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