24.08.2021

Ungewisse Zukunft für Eispalast am Dachstein

Seit Wochen wird über den derzeit wenig ansehnlichen Gletscher am Dachstein und die Zukunft des "ewigen Eises" diskutiert. Die Zukunft des Eispalastes, der als touristisches Zugpferd gilt, ist dabei offen.

Während manche Massentourismus sehen, der unterbunden gehört, versuchen die Planai-Hochwurzen-Bahnen Ökologie und Ökonomie unter einen Hut zu bringen. Planai-Geschäftsführer Georg Bliem meinte: „Sieben bis zehn Jahre hat er noch. Darüber hinaus traue ich es mir nicht sagen.“ Im vergangenen Jahrzehnt wurde am Dachstein kräftig gebaut: Neben dem Eispalast wurde auch eine Hängebrücke sowie die „Treppe ins Nichts“ errichtet. Das lockte auch immer mehr Gäste an, aber „wir haben ein ruhiges Gewissen“, versicherte Bliem im APA-Gespräch.

Man setze „Maßnahmen wie kein anderes Gletschergebiet“. So wurde 2014 die Zahl der maximalen Tagesgäste von 3.500 auf 2.500 reduziert und auch der Zustrom von diesen wird über ein Online-Ticketsystem bei der Seilbahn über den Tag verteilt und gesteuert. Nur an Spitzentagen mit schönem Wetter würden die 2.500 Tagesgäste am Dachstein überhaupt erreicht und 80 Prozent von ihnen würden sich gar nicht direkt am Gletscher sondern rund um die Bergstation aufhalten. Über den Sommer verteilt liegt die durchschnittliche Besucherzahl laut Bliem bei 1.200 pro Tag. Das Buchungssystem für die Seilbahn habe sich bewährt, versicherte er. Weiters wurde der Betrieb der Seilbahn von Diesel auf Ökostrom umgestellt und der Skibetrieb im Frühling ist statt bis zum Sommer nur noch bis 2. Mai möglich.

Wie der Grüne Landtagsabgeordnete Lambert Schönleitner in einem Bericht der „Kronen Zeitung“ sagte, seien „Disneyland- und Heilewelt-Bilder mit touristischer Massenausrichtung der falsche Weg“. Es brauche eine Neuausrichtung. So manchen Besucher störe es auch, dass der Eispalast gekühlt werden muss, während daneben der Gletscher wegschmilzt. Bliem bestätigte, dass der Eispalast gekühlt werden muss, damit im Inneren konstant um die null Grad Celsius herrschen. Zudem wird er im Sommer mit Planen abgedeckt. „Das Problem haben aber alle Gletschergebiete mit Eisgrotten oder dergleichen“, verteidigte der Geschäftsführer die Maßnahmen.

(APA)

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