21.03.2020

UPDATE zum Maßnahmenpaket für den Tourismus

Im Zentrum der Maßnahmen der Bundesregierung steht die Einrichtung eines Krisenbewältigungsfonds, um die Liquidität der Unternehmen sicherzustellen und Arbeitsplätze zu erhalten. Außerdem geht es um Maßnahmen für Härtefälle. Eine Zusammenfassung.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger: „Das Maßnahmenpaket wird in höchstmöglicher Geschwindigkeit umgesetzt. Wir haben einen flexiblen Haftungsrahmen geschaffen um weiterhin Haftungsübernahmen anbieten zu können. Bei der Kurzarbeit für die Dienstleistungsbranche haben wir nachgeschärft und ein Förderprogramm zur Schaffung eines Sicherheitsnetzes für Härtefälle sichergestellt.“

WKÖ Petra Nocker-Schwarzenbacher: „Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit der Regierung dieses Unterstützung-Paket auf die Beine stellen konnten. Es geht hier um rasche und unbürokratische Hilfe für unsere Betriebe, aber auch um deren Mitarbeiter und Familien, die jetzt in Bedrängnis geraten. Der Tourismus-Standort ist im Moment noch nie dagewesenen Belastungen ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, gemeinsam bestmöglich zu unterstützen. Wir wissen heute noch nicht, wie lange diese Krise dauern wird, aber vertrauen auf unsere Regierung, dass - falls notwendig - auch über dieses Maßnahmenpaket hinausgehende Unterstützungsmaßnahmen bereitgestellt werden.“

Folgend eine Zusammenfassung der bisher gesetzten Maßnahmen:

  • Sicherung der Liquidität

Die Sicherstellung der Liquidität der Unternehmen ist vor allem für den Tourismus und die Freizeitwirtschaft existenzsichernd. Die Nachfrage an Überbrückungsfinanzierungen ist sehr stark gestiegen, daher wird durch die Novellierung des KMU-Förderungsgesetzes ein flexibler Haftungsrahmen geschaffen. Damit ist die Übernahme von Haftungen für weitere Anträge sichergestellt. Überbrückungskredite können mit der Erhöhung der Haftungsrahmen daher weiter in Anspruch genommen werden, um die Liquidität zu sichern.

  • Sicherung von Arbeitsplätzen:

Mit dem neuen Kurzarbeitsmodell mit einer Dotierung von 400 Mio. Euro sollen möglichst viele Arbeitnehmer (nun auch Lehrlinge) in der Beschäftigung gehalten werden.

- Die Sozialversicherungsbeiträge des Dienstgebers werden ab dem ersten Monat vom AMS übernommen. 
- Gekürzte Normalarbeitszeit muss nur im Durchschnitt des Durchrechnungszeitraumes zwischen 10 und 90 Prozent liegen – längere Zeiträume mit einer Wochenarbeitszeit von 0 Stunden können vereinbart werden.
- Nettoersatzraten zwischen 80-90 Prozent des bisherigen Nettoentgelts.
- Sozialpartnervereinbarung wird innerhalb von 48 Stunden ermöglicht.
- Förderdauer beträgt drei Monate, bei Bedarf Verlängerung auf weitere drei Monate möglich.
- Bei besonderen Verhältnissen ist Entfall der Behaltefrist zu verhandeln.

  • Maßnahmen für Härtefälle (Härtefonds)

- Es wurde eine Förderungsprogramm zur Schaffung eines Sicherheitsnetzes für Härtefälle bei Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und Kleinstbetriebe, insbesondere auch kleine Familienbetriebe, aufgebaut.
- Die Wirtschaftskammer Österreich wickelt das Förderungsprogramm des Bundes zum Härtefallfonds ab. Dafür werden aus dem COVID-19 Krisenbewältigungsfond bis zu 1 Milliarde EURO zur Verfügung gestellt.
- Die Plattform www.openhotels.at für das Matching von Unternehmen – die Unterkünfte in den Bundesländern für Schlüsselarbeitskräfte suchen – ist online. Informationen dazu unter wko.at/offene-hotel oder stammgast.online/news/detail/wir-haben-geoeffnet.html.

 

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