19.06.2019

Vapiano fährt über 100 Millionen Verlust ein

Nach mehrmals verschobener Bilanz hat die Italo-Kette die lange erwarteten Zahlen für das Geschäftsjähr 2018 vorgelegt.

Insgesamt entwickelte sich das Konzernergebnis durch die enttäuschende operative Entwicklung und erhebliche Einmaleffekte in Höhe von 65 Mio. Euro deutlich negativ und beläuft sich am Ende auf ein gigantisches Minus von 101 Mio. Euro (2017: minus 29,6 Mio. Euro).

Der Konzernumsatz stieg allerdings im Gesamtjahr 2018 um 14,4 % auf 371,5 Mio. Euro (2017: 324,7 Mio. Euro). Zurückzuführen ist dieser Anstieg insbesondere auf die 32 Neueröffnungen im vergangenen Jahr. Während sich die Umsätze im Segment Germany (+3 %) hierbei nur leicht erhöhten, konnten in den Segmenten Rest of Europe (+18,9 %) und Rest of World (+74,3 %) wesentlich stärkere Umsatzzuwächse erzielt werden.

Frühestens 2021 positiv

Der Vorstand erwartet im jetzt laufenden Jahr 2019 einen Umsatz zwischen 390 und 420 Mio. Euro und ein bereinigtes Ebitda in einer Spanne von 20 bis 25 Mio. Euro. Außerdem geht der Vorstand davon aus, dass das Konzerngesamtergebnis im Geschäftsjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr 2018 mit über 100 Mio. Euro Minus zwar deutlich verbessert, jedoch weiterhin negativ im mittleren zweistelligen Millionenbereich ausfallen wird. Ein positives Konzernergebnis werde für 2021 erwartet.

Das börsennotierte Unternehmen hat sich mit seiner weltweiten Expansion übernommen – viele neu eröffnete Restaurants liefen schlechter als erwartet. Die Expansion soll nun deutlich verlangsamt werden.

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