19.07.2021

Veranstalten nach Corona

„Online, hybrid oder doch live?“ So lautete die Fragestellung im dritten Virtuellen Branchentalk der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien.

Fachgruppenobmann Jürgen Bauer sowie Experten aus den Bereichen Events, Onlinemeetings und Messewesen diskutierten unter der Leitung von Sigrid Neureiter-Lackner, Mitglied des Fachgruppenausschusses Werbung und Marktkommunikation Wien, über die wichtigen Zukunftsfragen für Veranstaltungen.

Online ist gekommen um zu bleiben. Livestreaming ist kein Ersatz für Livemarketing. Hybriden Events gehört die Zukunft, nicht zuletzt deshalb, weil sie auch jenen, die eine Veranstaltung vor Ort nicht besuchen wollen oder können, die Teilhabe ermöglichen. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des dritten Virtuellen Branchentalks der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien.

Die Lockdowns als Treiber der Digitalisierung

Bauer sieht einen Fortschritt im Digitalbereich durch Corona, weist aber gleichzeitig auf die Bedeutung von persönlichem Kontakt hin: „Das größte Learning ist, dass vieles auch digital möglich ist, andererseits aber auch, dass es in einem People-Business wie dem unseren ohne Menschen nicht geht. Das Schöne daran ist, dass man dieses Zusammenkommen wieder mehr wertschätzt als früher.“

Magda Bleckmann, Expertin für einen starken Online-Auftritt, plädierte dafür, die im Zuge von Corona erworbenen Skills für Online-Meetings weiter auszubauen, denn diese Fähigkeiten würden in Zukunft mehr gefragt sein denn je. „Machen Sie sich fit für Online-Meetings, denn es wird für jeden von uns wichtig sein, sich auch online gut zu präsentieren“, so die Expertin. 

Hybrid ist die Zukunft

„Der hybride Gedanke ist kein kurzzeitiges One-Way-Ticket von der analogen Messe in die digitale Welt, sondern ein Konstrukt, das unser Geschäftsmodell nachhaltig verändern wird. Es geht darum, die Interessen der Besucherinnen und Besucher in den Mittelpunkt zu stellen, Themen und Trends ganzjährig zu kuratieren, Kontakte herzustellen, eben die Rolle eines Vermittlers einzunehmen“, erklärte Elisabeth Biedermann, Director Brand & Corporate Communication RX (Reed Exhibitions) Austria & Germany.

Rein digitale Messen funktionieren für sie nicht, weil sie weder die Erwartungshaltung der Ausstellenden noch die der Besucher erfüllen. Wolfgang Peterlik, selbst Inhaber der Livemarketing-Agentur pi-five und Vorstandsmitglied emba (Event Marketing Board Austria), ist von Präsenz-Veranstaltungen überzeugt: „Livemarketing hat als einziges Kommunikationsinstrument den USP, alle fünf Sinne gleichzeitig anzusprechen. Es kann daher nicht durch Livestreaming ersetzt werden. Aber einen Event auch online zu übertragen, wird durch Corona viel verpflichtender. Die Menschen haben sich daran gewöhnt, zwischen der Teilnahme vor Ort oder online wählen zu können.“ 

www.werbungwien.at

(Red)

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