23.04.2021

Veranstalterschutzschirm auf 10 Mio. Euro pro Veranstalter erhöht

Der Veranstalterschutzschirm in Höhe von 300 Mio. Euro wird weiter ausgebaut mit höheren Förderungssummen pro Betrieb und einer längeren Geltungsdauer.

Seit Mitte Jänner 2021 können Veranstalter Anträge bei der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) stellen. Nun wurde der EU-Beihilfenrahmen angehoben. Ursprünglich war dieser Schutzschirm auf 1 Mio. Euro pro Veranstalter begrenzt, die kürzlich auf 2 Mio. Euro pro Veranstalter erhöht wurde und bereits beantragbar ist. Auch ein Umstieg von bestehenden Anträgen auf die höhere Fördersumme ist möglich. Zudem wird der Beantragungszeitraum bis Dezember 2021 (bisher: Juni 2021) verlängert.

In einem weiteren Schritt wird der Veranstalter-Schutzschirm II als Haftungsmodell mit einer maximalen Haftungsübernahme von 10 Mio. Euro pro Veranstalter ausgeweitet. Dafür wurde heute mit einem Initiativantrag im Parlament die gesetzliche Grundlage in die Wege geleitet. Anträge bei der ÖHT für den Schutzschirm II mit der höheren Haftungssumme sind voraussichtlich ab dem Sommer möglich. 

Bisher sind bei der ÖHT Ansuchen mit einem Zuschussvolumen von rund 110 Mio. Euro eingegangen. Spitzenreiter bei den im ÖHT-Kundenportal angelegten Förderungsansuchen sind kulturelle Veranstaltungen gefolgt von Kongressen, Sport- und Business-to-Consumer-Veranstaltung. 

Der Veranstalterschutzschirm sei für die Planungssicherheit, vor allem für große Veranstaltungen, extrem wichtig, betont Tourismusministerin Elisabeth Köstinger: „Wir erreichen damit, dass Großveranstaltungen mit langen Vorlaufzeiten, wie etwa Messen, Kongresse oder große Kulturveranstaltungen wieder in Angriff genommen und geplant werden können.“

Über den bestehenden Veranstalterschutzschirm I

  • Art der Förderung: Zuschuss in Höhe von max. 90% für den finanziellen Nachteil, der aus einer COVID-19 bedingten Absage oder wesentlichen Einschränkung der Veranstaltung resultiert. 
  • Die Auszahlungshöhe der Förderung ergibt sich aus der Differenz zwischen den nicht stornierbaren Kosten und erzielten Einnahmen, Versicherungsleistungen und anderen Förderungen. 
  • Förderbare Kosten: nicht mehr stornierbare Aufwendungen für Leistungen Dritter in der Wertschöpfungskette (z.B. Lieferanten, Technik, Catering, Künstler, Bar, Service, Florist, Veranstaltungsort, Rückabwicklungskosten, Werbekostenzuschüsse), sowie Personalkosten, die unmittelbar mit der Planung und Durchführung der förderungsgegenständlichen Veranstaltung zusammenhängen.
  • Volumen und Abwicklung: Gesamtvolumen von 300 Mio. Euro. Abwicklung der Förderung erfolgt über die Österreichische Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). 
  • Umfasst sind geplante Veranstaltungen bis Jahresende 2022.
  • Sollten Veranstaltungen im vorgegeben Rahmen nicht oder nur eingeschränkt stattfinden können, wird der finanzielle Nachteil der vorab bei der ÖHT eingereichten und bewilligten Veranstaltungen ausgeglichen.

Beispiel: Wenn ein Konzert am 1.6.2021 auf Basis der Richtlinie geplant ist und dafür eine Förderung zugesagt wurde, es aber aufgrund einer corona-bedingten Verordnung nicht stattfinden kann, werden insbesondere nicht mehr stornierbare Aufwendungen für Leistungen Dritter übernommen. Davon abzuziehen sind die trotz Absage erzielten Einnahmen. Der daraus resultierende finanzielle Nachteil wird zu 90% ersetzt.

Schutzschirm für Veranstaltungen II

  • Der Schutzschirm für Veranstaltungen II wird nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens, der Inkraftsetzung der Richtlinie und der Notifizierung bei der Europäischen Kommission ab dem Sommer als Haftungsmodell mit bis zu 10 Mio. EUR zur Verfügung stehen.

(Red)

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Partner

Mediadaten