16.07.2022

Versteckte Oasen Wiens

Die Wienzeile lässt selten einen ruhigen Erholungsort vermuten, doch so hinter mancher Fassade verstecken sich geheime Gärten und hippe Innenhöfe. Das Boutique-Hotel Indigo Vienna - Naschmarkt erzählt die Geschichte des Margaretenviertels auf seine eigene Art und Weise.

Mit der grau-schwarzen Fassade im punktierten Metall-Look gehört das kürzlich eröffnete Hotel Indigo Vienna - Naschmarkt als Teil des Luxus- und Lifestyle-Portfolios von IGH Hotels & Resorts zu einem jener Häuser, die im ersten Moment unterschätzt werden. An der Wienzeile gelegen und nur einen kurzen Spaziergang vom historischen Zentrum der Stadt entfernt, hebt sich der moderne, äußere Industrielook definitiv von den umliegenden barocken Häuserfassaden ab und ist beim Verlassen der U-Bahnstation U4 Pilgramgasse leicht auszumachen. Der erste Eindruck entspricht eher einem kühlen Businesshotel, ohne viel Details. Aber man soll ja nicht nur nach dem Äußeren urteilen, denn sobald Besucher:innen durch eine in Terrakotta-Farben gehaltene, schmale und unaufdringliche Passage zum Hotelbereich gelangen, verschwindet der Lärm der Stadt und man taucht ein in das eigentliche Margaretenviertel – voll von kleinen Oasen in den Innenhöfen und einer hippen Lokalszene.

Städtische Wildnis

Ganz der Farbe der nahegelegenen U4 entsprechend, ist Botanik das Motto des Hotels und erster Gastgeber im „Hoteldschungel“. Das grün der Pflanzen in der betonlastigen Stadt hinterlässt gleich nach Ankunft eine entspannte und beruhigende Atmosphäre und bringt Lebendigkeit in das moderne – und im Unterschied zur Fassade bunte – Design des Hotels, für welches das BWM Architekturbüro verantwortlich zeichnet. Das lichtdurchflutete Atrium ist mit einheimischen Hängepflanzen geschmückt, bienenfreundliche Blumen- und Kräuterbeete sind im ersten kleinen Innenhof zu finden. Farbenfrohe Tapeten mit tropischen Motiven und reichhaltige, von Pflanzen inspirierte Kunstwerke an den Wänden bringen die verborgenen Schätze des Bezirks und seine Geschichte zum Ausdruck. Inspiriert von dem berühmten Architekten Otto Wagner, einem der wichtigsten Vertreter der Secession, finden die Gäste goldene Elemente in den Badezimmern sowie die typischen Muster, die den Jugendstil-Architekten berühmt gemacht haben, in den Teppichboden im Flur und in die Fliesen hinter der Rezeption wieder.

Ohne die Vergangenheit der Seidenproduktion in der Region zu vergessen, werden die Besucher Muster und Texturen erblicken, die auf subtile Weise von diesem Erbe inspiriert sind und in die Möbel integriert wurden. Traditionelle Wiener Spitzen- und Webmuster sind auf den Teppichen, Stühlen und Lampen in den Zimmern wiederzufinden - ein vertrautes Muster, das ein traditioneller Bestandteil des Wiener Kunsthandwerks ist.

Größer als von außen erkennbar, bietet das Hotel 158 Gästezimmer in fünf Kategorien, wobei das Fassadengebäude des Hotels nur einen Bruchteil davon auf sieben Stockwerken mit je drei Zimmern unterbringt. Der Großteil der Zimmer liegt im ruhigen Innenhof, aufgeteilt auf das Erdgeschoß und den ersten Stock. Das Thema des geheimen Gartens wird am Dach des Hotels fortgesetzt, wo ein neuer Lebensraum für Insekten und Vögel geschaffen wurde. Obstbäume und -sträucher sollen in den kommenden Jahren zusätzlichen Schatten für den Innenhof bieten und gleichzeitig das Angebot des hoteleigenen Restaurants „Pigment“ ergänzen.

„Die Indigo-Hotels sind in jeder Stadt einzigartig und repräsentieren den individuellen Lebensstil der Destination. In einem kulturell vielfältigen „Grätzl“ wie dem Margaretenviertel haben wir versucht, die Geschichte des Bezirks mit modernen Elementen und dem zunehmenden Nachhaltigkeitsaspekt zu kombinieren sowie den Herausforderungen einer sich erwärmenden Stadt gerecht zu werden“, erzählt Stefanie Augustin, General Manager, Hotel Indigo Vienna - Naschmarkt.

Dschungelfieber

Durch den nahegelegenen Naschmarkt inspiriert, stellt das Restaurant „Pigment“ eine Verschmelzung von Kulturen und kulinarischen Genüssen dar. Die Zutaten kommen größtenteils aus der Region, zum Frühstück wird das nachhaltige Bio-Wiederbrot der Bäckerei Ströck angeboten, der Wein kommt von regionalen Produzenten aus der Steiermark. Den Weg in die Speisekarte finden sowohl traditionelle als auch ausgefallene Gerichte mit verspielten Namen wie „Der Gartenträumer“ hinter dem sich Wiener Weinbergschnecken oder „vernudelte Karotte“ hinter dem sich Rigatoni mit feinem Pesto verstecken.

Im Restaurant sind nicht nur Hotelgäste herzlich willkommen, sondern auch Einheimische, die gerne neue Dinge, Orte und Erfahrungen durch Essen entdecken. Ein feines Frühstück, Business-Lunch oder ein entspanntes Abendessen im Innenhof sind jederzeit möglich.

Für die kommende Saison ist Hoteldirektorin Augustin guter Dinge. „Wir sind in den nächsten Wochen fast ausgebucht und konnten uns einen besseren Start gar nicht wünschen. Dank des Soft-Openings mit 04. Mai konnte sich auch das Hotelteam gut auf die Gäste vorbereiten und arbeitet jetzt hervorragend zusammen. Wir sind froh, endlich wieder das machen zu dürfen, was wir können – Gäste aus aller Welt in unserem wunderschönen, neuen Hotel willkommen zu heißen.“

Aktuell freut sich Augustin über zahlreiche internationale Gäste, vor allem aus Deutschland und den USA und vor wenigen Wochen für sie überraschend Großbritannien. „Die Spanier sind noch etwas zurückhaltender, ebenso die Italiener und natürlich der chinesische Markt fehlt selbstverständlich komplett. Aber in den letzten Tagen habe ich deutlich mehr Gäste auf Englisch begrüßt, als auf Deutsch. Und das gibt Hoffnung für den Winter“, erzählt sie zufrieden. 

Zimmer im Hotel Indigo Vienna - Naschmarkt sind ab 145 € pro Nacht (Standard-Doppelzimmer) buchbar. Gäste können direkt über ihg.com buchen und sich kostenlos als IHG One Rewards Mitglied für weitere Vorteile und mehr Flexibilität anmelden. Das Hotel wird von der tristar Austria GmbH betrieben.

Branchen-News, die Sie wirklich brauchen!

Mediadaten